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Nettiquette: Regeln für das Schreiben von Themen und Antworten

Anleitung: Regeln für das Schreiben von Themen und Antworten


1. Bitte formuliere Deine Frage klar und deutlich und fasse Dich kurz. Bedenke, höfliche Umgangsregeln sind hier sehr erwünscht!

2. Die Antwort in dem Thema sollte auf die Frage zielen. Bleibe dabei höflich und sei vorsichtig mit Sprüchen, Ironie und Sarkasmus. Die "smilies" sollen helfen, diese zu verdeutlichen.

3. Details wie Namen, Firmen, Marken und Adressen in den Beiträgen der öffentlichen Foren sollten vermieden werden.

4. Untersagt ist es, Werbung zu betreiben. Dies gilt auch für die so genannte „Schleichwerbung“. Falls ein Link eingestellt wird, sollte dieser mit dem Thema was zu tun haben, informativ und keine Form von Werbung sein.

Wird ein Link von Herstellern, Verkäufern usw. zu Werbungszwecken eingesetzt gilt folgende Kosten/Preisvereinbarung als anerkannt:

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12. Bitte beachten Sie: Sie erhalten hier Auskünfte von Fachleuten, die vom Beruf des Tischlers / Glasers leben. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen hier keine Heimwerkeranleitungen und keine Schwarzarbeiterschulung liefern werden. Entsprechende Anfragen stellen Sie bitte in das "Heimwerkerforum" dieser Seite.
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Was ist noch zu retten?

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  • Was ist noch zu retten?

    Sehr geehrte Herren,

    Wir haben anfang des Jahres ein altes Haus gekauft (Bj. 1955) und umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Unter anderem wurden auch die alten Fenster (Kunststoffenster montiert auf den alten Holzzargen) durch Holzfenster erneuert.

    Der Auftrag wurde an einen ortsansässigen "Bekannten" vergeben, der als Tischlermeister eine Handwerksfirma betreibt. Zur weiteren Sachlage die folgende Information. Grundlage der Auftragserteilung war eine Ausschreibung, die folgende Bedingung enthielt:"es gelten die technischen Vorschriften vom Institut für Fenstertechnik/Rosenheim sowie VOB Teil C sowie alle gültigen DIN-Vorschiften und Einbaurichtlinien,..."die Fensterkonstruktion muss dem RAL-Gütezeichen entsprechen".

    In diesem Zusammenhang ergeben sich folgende Probleme bzw. Fragen:

    1. Beim Ausbau der alten Fenster wurden alle Fensterlaibungen derart beschädigt, dass alle auf meine Kosten neu angeputzt werden mussten. Ist das ok?

    2. Der Einbau der Fenster sah folgendermaßen aus: die Fenster wurden eingesetzt, ausgerichtet, verschraubt und dann ausgeschäumt. Weitere Maßnahmen (weder außen noch innen) zur Abdichtung erfolgten nicht. Dezente Hinweise auf zusätzliche Abdichtungen (Folie, Hanoband? (ich weiß nicht wie man das schreibt, sorry) wurden mit ungläubigen Blicken abgetan. Wie ich mittlerweise dank ihrer Informationen weiß, ist das wohl nicht in Ordnung! Zu meiner Entschuldigung warum ich nicht hartnäckiger war(damit nicht jeder denkt, ich bin ein "Volltrottel&quot, kann ich nur anführen, dass zu diesem Zeitpunkt das Verhältnis aufgrund anderer "Fehlleistungen"schon sehr angespannt war, (z.B. sämtliche Fenster wurden mit einem falschen Glas eingebaut/Schallschutzklasse entsprach nicht der Vorgabe; man hatte sich dann geeinigt, dass zumindestens die Scheiben zur Straße ausgetauscht wurden, zwei Pilzköpfe statt drei, u.a.), so dass man gar nichts mehr sagen mochte.


    Mit welchen Folgen muss ich aufgrund des skizzierten Einbaus mittelfristig rechnen bzw. was kann im Nachhinein noch getan werden?

    3. Mittlerweile stellen wir beim Öffnen der Fenster fest, dass sich Kondenswasser? im unteren Bereich des Blendrahmens sammelt. Die Regenschutzschiene ist aus Alu und ist bis auf die Ecken (Kunststoff) thermisch nicht vom Blendrahmen getrennt.

    Ist das in Ordnung bzw. erfüllt die Fensterkonstruktion damit die Vorgaben?


    Für eine Beantwortung meiner Fragen bzw. Empfehlung hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise bin ich Ihnen sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    J. Krüger

  • #2
    Hallo Herr Krüger,

    es scheint als hätten Sie derbe in die Sch... gegriffen.

    Ob es notwendig war den Leibungsputz stark zu beschädigen kann angezweifelt werden. Es gibt Verfahren und Methoden ein Fenster nahezu ohne Ausbrüche des Putzes zu demontieren, wenn dieser fest an den Wänden haftet und nicht nur durch die Tapete gehalten wird. Wer den Spass bezahlen muß sollte im Angebot stehen: wurde der Einbau mit oder ohne Einputz angeboten / beauftragt ?

    Die fehlende äussere und innere Abdichtung muss nachgerüstet werden. Wie man das hinbekommt ohne die Fenster wieder auszubauen müßte anhand einer Besichtigung der Fenster vor Ort bestimmt werden, aus der Ferne klappt das nicht.

    Auf dieser Seite finden Sie links den link Fachwissen, dahinter den link Fenster. Wenn Sie den mal anwählen und die Beiträge lesen, wissen Sie warum die Abdichtung schon allein wegen möglicher Schimmelbildung  unverzichtbar ist. Dazu kommt, dass der Fenstermonteur gemäß EnEV gesetzlich zur Abdichtung verpflichtet ist und Sie ein Recht auf fachgerechte Arbeit haben. Dementsprechend muß der Tischler diese Arbeit noch leisten / nacherfüllen.

    Die Gründe für die Bildung von Kondensat an der Regenschutzschiene finden sie da ebenfalls erklärt. Der Wasseranfall muß nicht unbedingt einen Mangel darstellen. Wenn Sie aber im renovierten altbau wohnen und bei den derzeit herrschenden Temperaturen von 10 °C schon Wasserausfall haben, dann ist das zumindest "bemerkenswert". Aber auch dies läßt sich in Unkenntnis der Örtlichkeit nicht exakt klären.

    Ob Sie das falsche Glas und die falschen Beschläge rein rechtlich akzeptieren müssen wage ich zu bezweifeln, dass müßte ein Anwalt beantworten. Ein Vertrag ist aber erst dann erfüllt, wenn die zugesicherten Eigenschaften auch eingehalten wurden. Wenn dem nicht so ist muß der Lieferant nacherfüllen.
    Bis dahin können Sie die Abnahme wegen gravierender Mängel verweigern.

    §633 BGB: Der Unternehmer ist verpflichtet, das Werk so herzustellen, daß es die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrage vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern.

    Ähnliches sagt auch die VOB in §13.
    Klaus-Hermann Ries (khr)

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    • #3
      Hallo Herr Ries,

      vorab vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Ich werde ihre Arbeit weiterempfehlen. Zu ihrer Antwort habe ich noch die folgenden Anmerkungen bzw. Fragen.

      1. Über die Putzarbeiten wurde keine Vereinbarung getroffen; die Sache ist damit wohl erledigt.

      2. Das Haus soll noch eine Wärmedämmung erhalten. Wird damit das Problem der nicht ordnungsgemäßen Abdichtung nach außen entschärft?
      Die Fensterlaibungen innen sind mittlerweile fast alle mit Rigippsplatten wieder "hübsch" gemacht worden. Was bedeutet in diesem Zusammenhang eine nachträgliche fachgerechte Abdichtung und wer trägt die Kosten der erneuten Renovierung?

      3. Die geschildeten Probleme mit dem Kondenswasser sind mir nicht klar. Wenn das Wasser sich nur von innen gesehen sich auf der unteren Scheibe ansammeln würde
      leuchtet mir das ein (Luftfeutigkeit, Taupunkt usw.), aber wir haben auch Wasser im Rahmen selber!

      Vielen Dank

      Mit freundlichem Gruß

      J. Krüger

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      • #4
        Hallo Herr Krüger,

        es verhält sich so, dass der Tischler / Fenstermonteur gemäß DIN 18355 Tischlerarbeiten Punkt 3.5.3 zur witterungsseitigen, vierseitigen, daiuerhaften und schlagregendichten Abdichtung verpflichtet ist. Das schuldet er Ihnen auf der Aussenseite, wenn vertraglich nichts anderes vereinbart wurde.

        Ein aussen aufgevrachtes WDVS muß nicht unbedingt winddicht sein, und es ist nicht Aufgabe des WDVS-Monteur für dichte Fensteranschlussfugen zu sorgen. Nach dessen Anschliessen der Thermohaut an das Fenster und die Fensterbank ist es in der Regel allerdings schlagregendicht und es dürfte auch kein Wasser reinkommen, dennoch hat der Fensterlieferant einen Teil seiner gechuldeten Leitung nicht erbracht. Ziehen tut´s auf alle Fälle.

        Innen die Abdichtung ist unverzichtbar. Wenn die Fenster aussen nicht abgedichtet sind, oder unterhalb der Fensterbank oder durch die Rolladenkästen, strömt Ihnen kalte Luft von aussen durch Fugen in der Ausschäumung nach innen, fließt hinter der Gipskartonvorsatzschale her und kommt aus den Steckdosen wieder raus. Hört sich zwar theoretisch an, aber ein blower door Test wird dies eindrucksvoll beweisen können. Ich empfehle, die Leibungen wieder freizulegen und innen vierseitig die Fugen abzudichten, und zwar luftdicht !

        Wer deren Kosten steht muß anhand der geschlossenen Verträge ermittelt werden. Das werden Sie ohne Ihren Anwalt so ohne weiteres nicht auf die Reihe bekommen.

        Das Wasser im Rahmen fällt unten quer an der Regenschutzschiene an, weil die der kalteste Raum im Fenstersystem ist. Auf meinem Beitrag "Kondensat an der Regenschutzschiene" finden Sie eine thermographische Aufnahme die zeigt, wie im Fenster die Temperaturverläufe sind.

        Zum lesen klicken Sie hier !
        Klaus-Hermann Ries (khr)

        Kommentar


        • #5
          Hallo Herr Ries,

          nochmals vielen dank; dass mit der Schiene habe ich jetzt auch verstanden; schade, dass ich Ihre Seite nicht früher entdeckt habe; in diesem Sinne

          Alles Gute !

          J. Krüger

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