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Dämmung unter Alu-Fensterbank (außen)

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  • Dämmung unter Alu-Fensterbank (außen)

    Hallo zusammen,

    bei unserem Bauvorhaben wurden vor einigen Wochen die Fenster gesetzt.
    Mir ist nun aufgefallen, dass unter der Außenfensterbank keine Dämmung sitzt.

    Unsere Montage bzw. Baubeschreibung definiert die Fenster, zur Montage ist nichts vereinbart (also wohl a.a.R.d.T.).

    Eine Dämmung der unter der Fensterbank ist keine Vorschrift sowie ich das verstanden/gelesen habe. Allerdings verspreche ich mir - neben zusätzlicher Dämmung - auch eine Geräuschreduzierung. Um einen Ausbau der Fensterbänke kommt man wohl nicht umher, wenn man Antidröhn Matten verwenden wollte, deswegen dachte ich, es ist wohl einfacher Dämmung drunter zu schieben.

    Aufbau von innen nach außen (untere Fensterseite): Fensterbank, Dichtband, Schaum, Dichtbank -> dann die Luft unter der Fensterbank.

    Kann man zur Dämmung auch Stryopor nehmen oder muss Mineralwolle sein?

    Es ist ein einschaliges Mauerwerk, die Fenster sind ca. mittig eingebaut.


    Viele Grüße

    Stefan

    Ein paar Bilder:
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von xstevex22; 05.03.2010, 14:23.

  • #2
    Wer macht denn an der Aussenfassade weiter?

    An dem Fenster fehlt auf jeden Fall der äussere Anschluß, dieser muss
    schlagregendicht erfolgen.

    Was passiert mit der Fassade?
    Wer hat das im Auftrag?

    Kommentar


    • #3
      Hallo,

      die Anschlüsse (sind wohl diese Aufputzleisten) machen die Verputzer. Die z.T. schlechte Ausschäumung wurde korrigiert bzw. neu ausgeschäumt.


      Viele Grüße

      Stefan

      Kommentar


      • #4
        Der Fenstermonteur schuldet immer eine Montage nach den aaRdT und den geltenden gestzlichen Bestimmungen, egal ob ausgemacht oder nicht. Diese Montage ist hier nur teilweise/noch garnicht oder falsch ausgeführt!

        Nach dem 3-Ebenen-Modell ist die Anschlussfuge innen diffusionsdicht, außen diffusionsoffen und schlagregendicht, in der Mitte die Dämm-und Schallschutzebene, das Ganze innen und außen umlaufend und zu guter Letzt noch innen dichter als außen auszuführen!

        Um das zu gewährleisten muss in der Laibung ein Glattsrich ausgeführt sein um z.B. die Bänder nach Systemgebervorschrift ankleben zu können!

        Bei den verwendeten seitlichen Fensterbankabschlüssen ist keine Schlagregendichtheit gegeben. Wenn das so bleiben soll, dann muss die untere äußere Abdichtung wannenartig ausgeführt werden.
        Überdies wird der spätere Putzanschluss an den Fensterblechen(-bzw. -abschlüssen) früher oder später reißen.

        Eine Dämmung unter dem Fensterblech ist sehr zu empfehlen und mMn auch immer nötig!
        Auch eine Gummidichtung zum Fensterbankanschlussprofil wäre nötig.

        Die Anti-Dröhn-Matte wird einfach nur unten auf das Fensterblech aufgeklebt (nach Systemgebervorschrift) und kostet auch nicht viel!

        Kommentar


        • #5
          Hallo,

          ich denke, ohne den Ausbau der Fensterbank wird das nichts fachgerechtes nach den a.a.R.d.Technik!

          Der Fensterbank-Systemgeber BUG gibt in seinen Verarbeitungsrichtlinien exakte Vorgaben zur Montage der Fensterbänke. Die Bilder zeigen eine montierte Fensterbank:

          a) Putzanschluß-Aufsteckteile ohne Nachweis für die Anforderung "regen sicher" oder Schlagregenschutz - bei dieser Ausführung sollte eine Folienwanne verbaut sein.

          b) Antidröhn kann im verbauten Zustand nicht mehr erstellt werden.

          c) am Anschluß zum Fenster fehlt die geforderte Abdichtung Fensterbank/Fensterbankanschluß - es fehlt das System-Gummi-Anschluß-Profil

          d) Bleiben die Teile so, muss mit den nachfolgenden Gewerken das Erstellen der vorgenannten nichterbrachten Leistungen vereinbart werden
          mfG aus Bayern Karl Standecker

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          • #6
            Hallo zusammen,

            danke für die Hinweise.

            Auf Nachfrage beim GÜ wurde mir mitgeteilt, dass seitlich und oben noch diese Aufputzleisten dran kommen (ähnlich illbruck Fenster-Rollleiste), sowie ich das verstehe, sind doch damit die seitlichen Laibungen entsprechend abgedichtet und verarbeitet.

            Innen ist dieses diffusionsdichte Band unten vor der Fensterbank zwischen Blendrahmen und Rohfensterbank (also der Mörtel) geklebt worden, dann wurde die Fensterbank eingesetzt.

            Außen wurde zwischen Blendrahmen und Mauerwerk das dampfdiffusionsoffene Band geklebt. Die Fensterbank wurde am Blendrahmen befestigt.

            Nun zu meinen Fragen:

            die wannenartige Abklebung wird ja auf dem Mörtel gemacht, also unter der befestigten Fensterbank. Allerdings, ich zitiere (http://www.khries.de/fensterbank1.htm):

            "Dies kann verhindert werden, wenn die Fuge mit spritzbarem Dichtstoff verfüllt wird, oder [..]".
            D.h. wenn Dichtstoff verwendet wird, kann auf der Fensterbank verdichtet werden, richtig ?
            Weiterhin bietet BUG ja auch Gleitabschlüsse an (A 900 G), ist sowas notwendig/hilfreich ?

            "[..] es fehlt das System-Gummi-Anschluß-Profil" -> muss dazu die Fensterbank demontiert werden, eigentlich klar, wie soll sonst das Gummi dazwischen kommen. Gibt es momentan Probleme bei der Demontage der Bänke, an sich sind diese - wie ich das beurteilen/sehen kann - ja nur verschraubt und liegen auf dem Schau seitlich auf. D.h. eine Demontage wäre ohne Beschädigung von anderen Teilen momentan noch gegeben ?


            Vielen lieben Dank

            Stefan

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            • #7
              Ob das mit den Apu-Leisten funktioniert muss man den entsprechenden Datenblättern und den Verarbeitungshinweisen des Herstellers entnehmen.

              Gerne würde ich mal Bilder von innen sehen.

              Das ganzen Abdichtungszeugs, sowohl innen, als auch außen muss allseitig umlaufend sein!

              Das Fensterblech kann bei dem jetzigen Baufortschritt jederzeit wieder entfernt werden.
              Ich persönlich würde neue Gleitbabschlüsse(schlagregendicht), einen Fensterbankdichtungs-Gummi und eine Anti-Dröhn-Matte daran montieren, da ich dadurch die wannenartige Ausbildung nicht benötige und ich bei korrekter Montage Wasser gar nicht unter das Fensterblech lasse.

              Soweit man auf den Bildern erkennen kann ist dies eine nicht gerade schwierige Einbausituation (Neubau, stumpfer Anschlag, keine WDVS) und das sollte der Fenstermonteur (falls Fachfirma) auch ohne Hilfe des Auftraggebers eigentlich lösen können!

              Auch würde ich bei einem Abdichtungssystem (z.B. außen) bleiben und nicht wild durcheinander mixen.

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              • #8
                Hallo Hans,

                ok, verstehe. Unten ein paar Bilder von innen. Diese Dämmstreifen sitzen momentan nur unten, weil seitlich und oben diese Dichtung durch die APU Leisten gemacht wird. Aber ich frage einmal nach der genauen Bezeichnung.

                Diese Gleitabschlüsse gibt es doch passend von BUG, soweit ich das auf der Webseite erkennen konnte (Modellbezeichnung im meinem vorigen Post).
                Wie weit müsste das Fensterbankdichtungs-Gummi denn zwischen Bank und Blende reichen, wirklich nur, dass es die Fuge dicht macht. Dann kann man sich doch auf die unter Bank und über der Dämmung unter der Bank sparen, weil ja bereits sicher gestellt ist, dass kein Wasser nach unten dringt.

                Ich werde das definitiv fokusieren wollen. Der Aufwand ist meines Erachtens wohl doch eher gering. Die Materialien kosten nicht die Welt und die Arbeit ist auch ohne Schwierigkeiten verbunden.
                Wichtig ist, dass die Leisten entsprechend geeignet sind, ist denn außer Schlagregendichtheit und dampfdiffusionsoffen bei der äußeren und diffusionsdicht bei der inneren noch etwas wichtig, was erfüllt sein muss?


                Danke und viele Grüße

                Stefan
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                • #9
                  Zitat von xstevex22 Beitrag anzeigen
                  Kann man zur Dämmung auch Stryopor nehmen oder muss Mineralwolle sein?
                  War nicht das eigentlich nur die Frage
                  Gruß vom Emsländer

                  Didi

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                  • #10
                    Jap, nur ist das mMn das geringste Problem des Fragestellers!

                    Kommentar


                    • #11
                      Das ist wohl so
                      Gruß vom Emsländer

                      Didi

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Didi Beitrag anzeigen
                        War nicht das eigentlich nur die Frage
                        Absolut korrekt

                        Allerdings taten sich mehrere Sachen auf, danke an dieser Stelle für die Hinweise/Anmerkungen.

                        Aber um nachzuhaken: kann man Styropor zur Dämmnug verwenden ? Kann dies auf dem Mörtel aufliegen oder müssen irgendwelche Folien darunter/darüber ?


                        Vielen Dank und Grüße

                        Stefan

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                        • #13
                          Hallo,

                          kann man Styropor zur Dämmnug verwenden ?
                          Styropor ist ein Dämmmaterial, unter der Fensterbank würde ich PU schäumen und kein Styropor verwenden.
                          mfG aus Bayern Karl Standecker

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                          • #14
                            Zitat von kstandecker Beitrag anzeigen
                            Hallo,

                            Styropor ist ein Dämmmaterial, unter der Fensterbank würde ich PU schäumen und kein Styropor verwenden.
                            Hallo,

                            hmm, beim Schaum muss ich doch einen speziellen nehmen, der kein Wasser aufnimmt und nicht aufquellt. War das Brunnenschaum?
                            Warum kein Styropor ? Zu schlecht zu verarbeiten ?


                            Danke und viele Grüße

                            Stefan

                            Kommentar


                            • #15
                              Hallo,

                              Das Problem liegt an der Kondensatbildung unter der Alufensterbank.

                              Wird z.B. Styropor verbaut sammelt sich das Kondensat auf dem Styropor (nimmt das Wasser nicht "schnell genug" auf) und "läuft" je nach dem in welcher Richtung die Styroporplatte hängt, eventuell sogar Richtung Fenster zurück oder Richtung außen und staut sich am Schlagregenschutz "Kompriband". Hier bremst die träge "Diffusion" das Abführen nach außen und kann zur Durchfeuchtung der Brüstung und Leibung führen.
                              Die gleiche Situation mit Schaum verhällt sich anders. Der Schaum verklebt sich mit dem Styropor, Kondensat entsteht trotzdem, wird aber vom Schaum aufgenommen und über "Diffusion" und "Konvektion" relativ schnell nach außen ausgetrocknet. Das Diffusionsverhalten passt hier gut zusammen, ich vermute das durch das vollflächige Ausschäumen und verkleben der Tauwasserausfall geringer ist als an einer offenen Fuge.

                              Ich beobachte das Thema nun schon seit ca. 1995 und konnte keinerlei Nachteile feststellen.
                              mfG aus Bayern Karl Standecker

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