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Selbstgebautes Hochbett, Risse in Auflage

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  • Selbstgebautes Hochbett, Risse in Auflage

    Hallo zusammen,

    ich habe vor ca. 3 Wochen ein Hochbett für mich und meine bessere Hälfte gebaut, da wir in unserer neuen Wohnung ein wenig Platzmangel haben. Ich habe 10x10 cm KVH Balken von Obi benutzt, daraus ein Gerüst gebaut (siehe angehängte Fotos). Die Spannweite der Längsbalken beträgt ca 2,90m, die der Querbalken 2m. Da ich kein Zimmermann bin (angehender Bauingenieur), habe ich keine Zapfen- oder Blattverbindungen gefertigt, sondern (viele) Schwerlastwinkel benutzt, da eine Wand auch leider nur Trockenbau ist und das Hochbett von Wand zu Wand geht.

    Als Auflage habe ich ebenfalls Fichte/Tanne von Obi benutzt. 200x17cm Bretter mit einer Dicke von 18 mm. Diese waren teilweise sehr verdrillt und gebogen, was sich beim Festschrauben auf den Balken bemerkbar gemacht hat, da es bei manchen schon sehr laut geknackt hat. Daraufhin habe ich die Bretter erstmal nur soweit angezogen, dass es nicht nach Brechen klang und erst am nächsten Tag alles richtig festgeschraubt, wobei es aber dennoch zu Knackgeräuschen kam. Natürlich habe ich für sämtliche Schrauben vorgebohrt. Ich habe auch nur eine Schraube mittig benutzt, also insgesamt 3, eine an jeder Auflage auf den Balken. Jetzt befürchte ich, dass da 2 besser gewesen wären, da dadurch die gewölbten Bretter nicht so stark in eine andere Form gezwungen worden wären. Beim ins Bett steigen und bewegen kam es immer mal zu leichten Knackgeräuschen, die aber in meinen Augen unbedenklich erschienen. Heute habe ich aber festgestellt, dass sich an einigen Brettern Risse ausgehend von der Schraube entlang der Maserung befinden.

    Meine Frage an euch Experten lautet jetzt: Sind diese Risse ein Problem? Ich vermute, dass die aufgebaute Spannung im Holz sich gelöst hat und die Risse deswegen so bleiben werden. Wäre es sinnvoll doch noch 2 Schrauben links und rechts der Mitte zur Befestigung anzubringen oder könnten diese nur noch mehr Risse hervorrufen?

    Vielen Dank im voraus für eure Hilfe und Ratschläge.
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    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Vito1812; 07.04.2018, 12:16.

  • #2
    Nimm die Bretter ganz weg und montiere einen guten Lattenrost.
    Dein Rücken wird es dir irgendwann danken.
    http://www.daserste.de/information/r...iegen-100.html
    Nimm deine Arbeit ernst, aber niemals dich selbst.
    (Alan Ayckbourn)

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    • #3
      Vielen Dank für den Tipp, aber das beantwortet nicht meine eigentliche Frage.
      Wir hatten ursprünglich vor unsere Lattenroste zu verbauen, jedoch haben wir recht teure Kaltschaummatratzen, die ohne Lattenrost viel angenehmer für uns sind. Außerdem federn die Bretter auch etwas und haben insgesamt ca. 150 € gekostet, da werde ich sie nicht einfach abmontieren.
      Zuletzt geändert von Vito1812; 08.04.2018, 10:47.

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      • #4
        Zu deiner ursprünglichen Frage:
        Mach doch
        Und versuche dir nicht Absolution für den Fall der Fälle zu erhaschen.

        Kann Klappen, muß aber nicht.

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        • #5
          Meine ursprüngliche Frage war: Sind diese Risse ein Problem?

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          • #6
            Guten Tag,

            ich denke, sie haben die Bohrungen nicht vorgebohrt und ggf. auch durch das Versenken des Schraubenkopfes eine Spaltwirkung erzielt. Von daher "spaltet" das Holz. Das hat also nichts damit zu tun, dass sie nur sparsam eine Schraube gesetzt haben. Allerdings wären 2 Schrauben richtig gesetzt, auch besser.

            Da Ihre Fragen bzw. ihr Vorhaben ja auch ein Heimwerkerbeitrag ist, erlaube ich mir übrigens ihren Faden in das Heimwerkerforum zu verschieben, siehe Forumsregeln.

            Weiterhin ist Ihre Frage noch offen. Ihre Fragestellung ist in dem Punkt nicht so ganz einfach, weil man unterschiedliche Lasten vermuten kann. Für eine Flächenlast, wie man sie üblicherweise im Bett erwarten sollte, macht ein gespaltenes Brett nichts. Das hat einen mathematisch-statischen Hintergrund, da die Summe der Querschnitte sich nicht verändern. Für Einzellasten, die also eine Lamelle betreffen, macht es natürlich etwas. Wenn ich hier zu viel Druck auf die gespaltene Lamelle kommt, ist das bei dem reduzierten Querschnitt nicht glücklich. Inwieweit eine Einzellast auf die Lamelle kommt, hängt auch davon ab, wie fest die Matratze ist und wie der Druck sich dort verteilt.

            Wir hoffen Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben
            Mit freundlichen Grüßen

            Ralf Spiekers
            Tischler Schreiner Deutschland
            Technik - Normung - Arbeitssicherheit

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            • #7
              Hallo Spiekers, vielen Dank für Ihre Antwort! Ich habe für jede Schraube im Hochbett ein Loch vorgebohrt mit einer Größe kleiner, als der der Schrauben und bis ca 3/4 der Länge. Die Lasten verteilen sich durch die Matratze ganz gut auf die Fläche, jedoch sind gerade beim Einstieg punktuell auftretende Lasten wahrscheinlicher. Eventuell könnte man unter die Matratzen noch Verlegeplatten legen, damit die Lastverteilung noch optimiert wird.
              Im Nachhinein noch 2 Schrauben anzubringen erscheint mir auch wenig sinnvoll, da die Spaltung ja schon passiert ist. Ich habe gelesen, dass es Klammern gibt, mit denen man ein weiteres Aufspalten verhindern kann, wissen Sie vielleicht mehr darüber?

              EDIT: Wäre denn Holzpaste zum Auffüllen der Spalte sinnvoll?
              Zuletzt geändert von Vito1812; 08.04.2018, 12:43.

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              • #8
                Zitat von Vito1812 Beitrag anzeigen
                Hallo Spiekers, vielen Dank für Ihre Antwort! Ich habe für jede Schraube im Hochbett ein Loch vorgebohrt mit einer Größe kleiner, als der der Schrauben und bis ca 3/4 der Länge. ...
                Haben Sie auch den Senkkopf berücksichtigt?

                ich würde nix machen... die Frage wäre nur, wenn der Riss an der Schraube losgeht. hält diese eher als "Fixierstift". Dann sollte man ggf eine Befestigung der beiden Hälften vornehmen.
                Zuletzt geändert von Spiekers; 09.04.2018, 14:07.
                Mit freundlichen Grüßen

                Ralf Spiekers
                Tischler Schreiner Deutschland
                Technik - Normung - Arbeitssicherheit

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                • #9
                  Mist, nein daran habe ich nicht gedacht.
                  Ich denke ich werde es erstmal so belassen und beobachten. Für den Notfall habe ich noch ein Brett im Keller.
                  Wäre denn Holzpaste zum Auffüllen der Risse eine Möglichkeit?

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                  • #10
                    Zitat von Vito1812 Beitrag anzeigen
                    ....
                    Wäre denn Holzpaste zum Auffüllen der Risse eine Möglichkeit?
                    ...der Holzkitt bröselt Ihnen mit der Zeit raus, da ja immer etwas Bewegung in den Brettern sein wird. So lassen.

                    Axel Witzki

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                    • #11
                      besser sauber auftrennen, neu verleimen und neu befestigen... auf 3 mm Sägeschnitt(verlust) kommt es nicht an.
                      Mit freundlichen Grüßen

                      Ralf Spiekers
                      Tischler Schreiner Deutschland
                      Technik - Normung - Arbeitssicherheit

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                      • #12
                        Zitat von Axel Beitrag anzeigen

                        ...der Holzkitt bröselt Ihnen mit der Zeit raus, da ja immer etwas Bewegung in den Brettern sein wird. So lassen.
                        Alles klar, vielen Dank!

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                        • #13
                          Zitat von Spiekers Beitrag anzeigen
                          besser sauber auftrennen, neu verleimen und neu befestigen... auf 3 mm Sägeschnitt(verlust) kommt es nicht an.
                          Ich befürchte dafür fehlt mir leider das notwenige Know-How und auch Werkzeug.

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