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Nettiquette: Regeln für das Schreiben von Themen und Antworten

Anleitung: Regeln für das Schreiben von Themen und Antworten


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Schimmel im Keller, lieber warm und trocken oder kalt und etwas feuchter?

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  • Schimmel im Keller, lieber warm und trocken oder kalt und etwas feuchter?

    Hallo,
    ich habe im Keller einen Raum mit Holzvertäfelung. Da die Sandsteimwände dahinter nicht!(weder horizontal noch vertikal) isoliert sind, sind sie wohl recht feucht, weswegen die Holzvertäfelung schimmelt.
    Bis jetzt hatte ich im Keller die Türen auf, und an einer Ecke mit Wasserablauf einen Luftentfeuchter stehen. In der Kellermitte waren es dann ca. 21° und 48%rF. Im vertäfelten Raum wohl etwas mehr Feuchtigkeit.
    Jetzt hab ich den Luftentfeuchter in den vertäfelten Raum gestellt, und die Türe geschlossen. Das bringt die rF auf 37% runter, aber die Temperatur auf 27.5° hoch.
    Draußen hats morgens zur Zeit etwa 18° und 75-80%rF, was ja an absoluter Feuchtigkeit etwas mehr als im "luftgetrockneten" Keller ist.
    Von daher sollte ich also wohl auch morgens nicht lüften.
    Allerdings mag es der Schimmel ja auch warm, und da hilft ihm der Luftentfeuchter mit seiner Abwärme ja
    Soll ich dan trotzdem morgens 1-2 Stunden lüften, um den Kellerraum kälter zu bekommen, oder lieber zu lassen und den Entfeuchter an?
    Gruß
    Roland
    P.S.:
    Der Luftentfeuchter holt ca. 6 Liter pro Tag aus dem 13m² großen Kellerraum raus (2* pro Tag ne 3L Asbachflasche).
    Roland Saur-Brosch

  • #2
    hallo roland,

    so ganz ist mir der sinn deiner frage nicht klar. du willst doch wohl nicht den entfeuchter zur dauerinstallation erklären, oder?
    schon mal auf den stromzähler gekuckt?
    ich würds mal so formulieren: wenn du nicht irgendwie abdichtest, wirds schimmeln, egal ob warm und trocken (wahrscheinlich etwas später) als auch kühl und feucht.

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    • #3
      Hi,

      also der Entfeuchter kostet mich 100 Euro pro Jahr, wenn er ein halbes Jahr durchläuft (im Winter kann ich ja lüften).
      JEDE andersweitige Trockenlegung kostet auch auf längere Sicht ein Vielfaches.
      Eine Vertikalabdichtung werde ich wohl machen, sobald der Energieversorger den Gehweg neben dem Haus aufmacht, um den Strom in die Erde zu legen, aber eine Möglichkeit für eine Horizontalsperre sehe ich momentan nicht.
      Wenn mehr Zeit ist, fliegt die Vertäfelung raus, aber im Moment muss das Symtom bekämpft werden.
      Die Frage ist halt, was mag der Schimmel weniger: 27.5° und 38%rF oder 20° und 54%rF...
      Oder meint Ihr, wenn da noch 6l/Tag rauskommen sollte ich erstmal weitertrocknen bis das Holz trockener ist, und dann kalt machen?
      Gruß Roland
      Roland Saur-Brosch

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      • #4
        Hallo Roland!

        Wissenschaftlich belegen kann ich es zwar nicht, aber laut Erfahrung mag der Schimmel eine großzügige Luftbewegung überhaupt nicht.

        Unser 100 Jahre altes Haus hat auch keine horizontale Absperrung. Die Wände nehmen gerade bei hoher Luftfeuchtigkeit viel Feuchtigkeit auf. Ich habe z.B. vor den Wänden eine Gipsfaser Vorsetzschale mit 4 cm Abstand gesetzt und oben und unten für Be- und Entlüftung gesorgt. Ich habe das Gefühl, die Wand wird besser belüftet als vorher. Oben zieht die warme Luft rein, unten fällt die kalte Luft raus. Zumindest habe ich null Probleme mit Schimmel.

        Ich glaube somit, gut Lüften und viel Luftbewegung ist von Vorteil. Wenn es Möglichkeiten der Querlüftung durch Fenster und Tür gibt, umso besser. Lege das Lüften in die Abend-, oder frühen Morgenstunden, da ist es kühler und die Luft enthält weniger Wasser

        Wie gesagt, ich kann es nicht wissenschaftlich belegen, ist nur Erfahrungs- und Gefühlssache.

        Mit wohnlichen Grüßen
        Eddy
        der TopaTeam Tischler aus Neubruchhausen

        Spruch des Tages
        "Frauen erreichen immer, was sie wollen.
        Sie wissen bloß nicht immer, was sie wollen."
        Handwerk und Vertrauen - natürlich von Edmund Behrmann

        Kommentar


        • #5
          Hallo,

          ich denke die "Zugluft" die Du meinst Eddy verhindert das ansteigen der Feuchtigkeit. Lüften nur wenn es draussen noch kühl ist. Sonst kondensiert die warme Luft im kalten Keller. Ich denke die Pilze haben es gerne etwas wärmer, aber viel wichtiger ist die Luftfeuchtigkeit. Egal wie warm es ist, wenn alles "trocken" ist gibt es auch keinen Pilz.

          Gruß vom großen Weserbogen
          wenn ich aus ... Geld machen könnte , wäre ich schon reich , bei dem ... den ich fabriziere

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          • #6
            Ich bin auch kein Schimmelprofi, aber an ihrer Stelle würde ich erstmal das verschimmelte Holz entsorgen. SOFORT.

            Schimmelpilz ist für den Menschen giftig, damit sollte man nicht spaßen !!!

            Denn wenn ich ihre Situation richtig interpretiere, dann haben sie zwar in der Mitte des vertäfelten Raumes "nur" 37% rel.Luftf., dafür aber sehr wahrscheinlich hinter der Vertäfelung >70%, relativ warm und stehende Luft. Somit bestes Schimmelpilzklima.

            Mit dem Luftentfeuchter bekommen sie zwar die Raumluftfeuchte in den Griff, aber nicht die Feuchte in der Mauer und der Pilz wird fleißig weiter giftige Sporen in die Luft abgeben. Die sind so klein, die verteilen sich selbst durch geschlossenen Türen im gesamten Haus und machen sie und ihre Mitbewohner auf Dauer krank.

            Daher sollten sie keine ökonomische Berechnung aufstellen, sondern sich fragen wieviel ihnen ihre Gesundheit wert ist.
            Gruß

            Marc Heidemann

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            • #7
              Marc,
              du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
              Verschimmeltes Holz raus. Die Wand aber nicht einfach von innen isolieren, das bringt nichts. Da sammelt sich die Feuchtigkeit hinter der Isolierung. Die Wand muss die möglichkeit der Abtrocknung behalten. Darum auch mein Vorschlag mit der hinterlüfteten Verkleidung (siehe oben).

              Mit wohnlichen Grüßen
              Eddy
              der TopaTeam Tischler aus Neubruchhausen


              Spruch des Tages
              Wenn man die Kraft hat eine Brücke zu bauen,
              muss man auch den Mut haben sie zu überqueren.
              Handwerk und Vertrauen - natürlich von Edmund Behrmann

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              • #8
                Hi,
                wenn ich das Holz rausreiße, wie behandle ich dann die Wand/den Putz am besten?
                Mit Essigwasser abwaschen? Oder was gibt es sonst noch, um die Wand sauber zu kriegen. Der Hauptteil vom Schimmel dürfte ja im Holz sein, oder?
                Gruß Roland
                Roland Saur-Brosch

                Kommentar


                • #9
                  Guten Abend,

                  ich würde die Wand ersteinmal kräftig entfeuchten. Viel Wärme und entfeuchten, bis die Wand sprichwörtlich putztrocken ist. Dann die Wand abbürsten (bitte mit Mundschutz) und viel Staubsauger...

                  Dann alles unternehmen was die Wand trocken hält, sprich Dampfsperre (innen) und wenig Dämmung aufragen (möglichst nix).
                  Mit freundlichen Grüßen

                  Ralf Spiekers
                  Tischler Schreiner Deutschland
                  Technik - Normung - Arbeitssicherheit

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                  • #10
                    Also erstmal hatte ich vor, nichts auf die Wand draufzumachen (Dampfsperre, Dämmung, Verkleidung...)
                    So wie es aussieht kommt (außer wenns draußen warm ist und die Fenster offen sind) die Feuchtigkeit eher aus der Wand und nicht aus dem Raum. Ist ja nur ein Hobbyraum, da ist nicht soo oft jemand drin, und meine Beamer machen die Luft auch nicht feucht.
                    Der Luftentfeuchter bleibt eh im Keller stehen, bis wieder kalt draußen ist.

                    Hatte halt gedacht, es gibt was antischimmeliges oder Sporenbindendes, damit sich beim Abbürsten nicht alles im Haus verteilt...

                    Gruß Roland
                    P.S.:
                    Später könnte ich mir evtl. mal einen Luftporenputz (Sanierputz/Hydroment) vorstellen, wenn außen eine Vertikalsperre dran ist, und nur noch der Eintrag von unten in den Raum reinverdunstet werden muss...
                    Roland Saur-Brosch

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