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Treppenruine retten

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  • Treppenruine retten

    Hallo,

    ich hab hier einen Pfegefall Baujahr 1954, Treppe wurde vom Vorbesitzer mit Teppich beklebt, der Handlauf abgehackt und durch eine Schmiedeeisenerne "Schönheit" ersetzt.

    Ich weiss das das eigentlich eine Ruine ist, ich hatte auch schon einen Schreiner da der mir ein Angebot einer neuen Treppe machen wird. Allerdings murmelte er was von "2x vietelgewendelt zwischen zwei Mauern wird nicht einfach...."

    Mein Bauchgefühl sagt mir das das finanziell ausser Reichweite sein wird und ich jetzt schonmal Plan B ins Auge fassen sollte....

    Ist Zustand:
    -40mm Wangen
    -38mm Stufen
    -Setzstufen und Trittstufen haben ausser vier Nägeln keine Verbindung
    -Man kann in alle Richtungen durchschauen, keine Nuten oder ähnliches (Bild4971)
    -einige Stufen hängen durch
    -Stufen biegen sich beim Betreten sichtbar durch und übers knarzen brauch ich wohl nicht zu reden...

    Soll Zustand:
    -Stabilisieren und beruhigen, das knarzen ganz weg zu bekommen glaub ich nicht drann

    Spezialwerkzeug (Oberfräse, Stufenschablone, etc.) vorhanden. Hab mal eine Teststufe (Bild 4963) gebaut mit 18mm Buchenleimholz vom örtlichen Holz und Parkett Händler.
    Das Ergebnis gefällt sogar der Regierung ausgesprochen gut...*g

    Der Plan B:
    Sowas ähnliches wie im Beitrag "Treppe entknarren"
    Unten anfangen, die unterste Setzstufe tut gar nix, lässt sich 10mm hoch unt runter schieben (Bild 4967). Vonn innen mit 18mm Sperrholz vollfächig verstärken, nach oben gegen die Trittstufe pressen bis diese wieder grade ist und das ganze auf dem Betonboden abstützen.
    Zweite Setzstufe verstärken, ausrichten, mit der ersten Trittstufe verleimen und verschrauben. Trittstufen von oben mit den darunterliegenden Setzstufen verleimen und verschrauben (Wird ja eh alles mit neuen Holzstufen belegt)

    Auf diese weise bis nach oben durcharbeiten.

    Ok, soweit der Plan. Für Ideen und Verbessungsvorschläge bin ich offen....

    Mfg
    Stefan
    Angehängte Dateien

  • #2
    Plan A
    Tischler-Team Treppentechnik

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    • #3
      Jepp,
      da könnte man auch mit einem halben Hähnchen vom Wiener Wald zum Tierarzt rennen und fragen, ob da noch was zu retten ist.

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      • #4
        Zitat von C.Kusnik Beitrag anzeigen
        Jepp,
        da könnte man auch mit einem halben Hähnchen vom Wiener Wald zum Tierarzt rennen und fragen, ob da noch was zu retten ist.
        Den muss ich mir merken.

        Tischler-Team Treppentechnik

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        • #5
          Ich weiss das das eigentlich eine Ruine ist, ich hatte auch schon einen Schreiner da der mir ein Angebot einer neuen Treppe machen wird. Allerdings murmelte er was von "2x vietelgewendelt zwischen zwei Mauern wird nicht einfach...."


          Klar, ist das einfach, überhaupt kein Problem. Ich seh nur eine Wand.
          Tischler-Team Treppentechnik

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          • #6
            Hallo

            der Begriff Ruine trifft es deutlich besser als Pflegefall.
            Optisch weit entfernt von wohnlich und von der Konstruktion weit entfernt von up to date.
            Klar ist ein eigenes Überarbeiten mgl aber auch das kostet.
            Dazu kommt ein komplett neues Geländer.
            Ganz unangenehm wird es bei Antritt und Austritt da sich hier die Maße deutlich ändern. Man meint es nicht aber solche "plötzlich" andere Steigung ist eine Stolperfalle und nicht ungefährlich.
            So eine Treppe zwischen zwei Wänden ist in der Monatge etwas zeitaufwändiger, aber das ist nix exotisches dass es teuer wird.
            Evtl mal einen anderen Treppenbauer zu Rate ziehen.

            In einem frisch erworbenen Eigenheim will man sicher ja ein paar Jahre vermutlich sogar Jahrzehnte wohnen. In 10 Jahren überlegt man dann doch die Treppe neu zu machen ...

            Der Vergleich mit dem Hähnchen gefällt mir, ist mal was anderes als das überstreichen von Rost...
            Ciao von now
            Carsten

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            • #7
              Ich weiss, das Problem ist halt der maximal unpassende Zeitpunkt der Überraschung, wie immer halt...

              Ich bin gerade dabei eine Kernsanierung des kompletten Obergeschosses mit neuem Dach, Dachgauben, Dämmung, Fenster, Badezimmer, halt allem drum und drann abzuschliessen.

              Die möglichen Finanzenmittel sind deswegen überschaubar und ich muss u. U. eine Lösung finden mit der ich ein paar Jahre Zeit schinden kann.

              Denn der Plan vor Plan A war nämlich die Treppe erst zu "entkleiden" nachdem die Handwerkerhorden durchs Haus gezogen sind, abzuschleifen, die Wangen neu lakieren und die Stufen zu Ölen.

              *Das* kann ich aber mit dem Schrott völlig vergessen....

              Kommentar


              • #8
                ....Handwerkerhorde tzzz.
                Getreu dem Motto: Leute nehmt die Wäsche von der Leine, die Handwerker sind im Dorf.
                Axel Witzki

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von Axel Beitrag anzeigen
                  ....Handwerkerhorde tzzz.
                  Getreu dem Motto: Leute nehmt die Wäsche von der Leine, die Handwerker sind im Dorf.
                  Jomei, wie sagte der Dachdecker immer, "Wir tun jetzt mal lüften..."
                  *krach* *staub* *sonnescheintinszimmer*

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                  • #10
                    So, kleines Update zur ehemaligen Ruine....der Tierarzt konnte das halbe Hähnchen retten....

                    Die Angebote für eine neue Treppe waren ok, aber eben nicht in finanzieller Reichweite.

                    Deswegen hab ich erstmal klein angefangen und 50,-EUR in eine Multiplexplatte riskiert um die Stufen wieder stabil zu bekommen.
                    Stufen von unten mit der Baustütze wieder grade drücken und Verstärkung einleimen/schrauben. Jeden Tag eine Stufe....
                    DSC01597.JPG

                    Nur die oberste Stufe konnte sich der Therapie entziehen, da kam man schlicht nicht dran weil die direkt an die Betondecke anschließt.

                    Ergebnis war nach 14 Tagen recht beeindruckend, absolute Ruhe und nichts biegt sich mehr durch.


                    Mit der Basis konnten man die andere Seite angehen, das war nur unwesentlich arbeitsintensiver...
                    -alte Farbe komplett runter
                    -alte Stufenvorderkannte abschneiden
                    -Wangenoberseite mit 10mm Bucheleiste abdecken
                    -spachteln und schleifen
                    -ok, nochmal spachteln und schleifen
                    -Farbe wieder druff...
                    -Neue Roh-Stufen aus 18mm Buchenleimholzbrettern bauen, mit 10 Schraubzwingen heist das jeden Tag eine Stufe....*g
                    -Rohstufen Trittkannte fräsen und komplett schleifen
                    -zuschneiden mit Schablone und einkleben
                    -Ölen

                    Wenn das Öl ausgehärtet ist noch versiegeln dann isse fertig....

                    Für meine erste Treppe bin ich mit dem Ergebniss recht zufrieden...

                    DSC01599.JPG
                    DSC01601.JPG
                    DSC01602.JPG
                    DSC01600.JPG


                    Mfg
                    Stefan

                    PS:Von dem Sikabond Kleber bin ich schwer beeindruckt, ich hab eine Stufe nochmal gemacht weil da ein Brett aus einer anderen Charge reingerutscht war und die Farbe nach dem ölen nicht stimmte. Die Stufe hab ich nur streifenweise wieder los meisseln können, der Kleber war die Hölle....

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                    • #11
                      ....herzlichen Glückwunsch kann man da nur sagen.
                      Axel Witzki

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                      • #12
                        Respekt !
                        Klaus Hermann Ries (khr)

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                        • #13
                          Danke!

                          Falls jemand vor einem ähnlichen Problem steht und abschätzen will auf welches Abenteuer er sich einläßt:
                          Zeitaufwand vom anfangen die alte Farbe abzukratzen bis zum jetzigen Zustand würde ich im Nachhinein 8-10 Manntage schätzen, das ganze verteilt auf gut 2 Monate.
                          Wenn man fertige Renovierungsstufen kauft, kann man allerdings locker 2-3 Tage fürs Stufen bauen sparen.

                          Materialkosten waren rund 550,-EUR, zwar gut 20% mehr als am Anfang kalkuliert aber der Aufpreis für die Setzstufen aus 3mm HPL anstatt MDF waren es Wert.
                          Entweder ganz oder gar nicht machen, über MDF nichtmal Nachdenken...

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                          • #14
                            Zitat von Stefan33 Beitrag anzeigen
                            Entweder ganz oder gar nicht machen,
                            Auch Respekt für das Foto, aber:

                            Dir fehlt auf jeden Fall ein Brüstungsgeländer an der Freiwange und ich befürchte Übles bei den Tritthöhen am Anfang und zum Ende.

                            Es gibt da halt Grenzen, die sind nicht nur gesetzlich sondern haben auch Sinn.

                            Wenn du irgendwann Neujahrsmorgen nach einer rauschenden Party (oder ähnlich) röchelnd am Treppenaufgang auf den Fliesen liegst und deine Krankenversicherung kommt zum Nachmessen, warum ...

                            Davon hättest du dir vielleicht 3 Treppen leisten können.


                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von C.Kusnik Beitrag anzeigen
                              Wenn du irgendwann Neujahrsmorgen nach einer rauschenden Party (oder ähnlich) röchelnd am Treppenaufgang auf den Fliesen liegst und deine Krankenversicherung kommt zum Nachmessen, warum ...
                              Davon hättest du dir vielleicht 3 Treppen leisten können.
                              Ich glaube wenn ich mir zu Hause eine Hühnerleiter als Treppe hinstelle ist das der Krankenversicherung Schei.. egal.
                              Nur du darfst mir keine Hühnerleiter als Treppe verkaufen dann bist du dran.
                              Gruß Uli

                              Kommentar

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