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Alt 05.04.17, 08:09   #1
udo74
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.2004
Beiträge: 4
bodentiefe Holzfenster

Hallo Kollegen,

ich brauche mal einen Rat der Normen und Richtlinien Profis.
Wir unterfüttern unsere bodentiefen Fenster zum Rohfußboden mit KVH Hölzern.
Aktuell haben wir eine Baustelle, auf der ein Gutachter der Dachdecker das Flachdach prüft, da bei der Dachabdichtung viel schief gelaufen ist.
Dieser Dachdecker bemängelt auch unsere Hölzer unter den Fenstern, da Holz im Schwellenbereich nicht zulässig wäre.
Mir ist dies nicht bekannt, schließlich werden doch ganze Häuser aus Holz gebaut.
Meine Frage ist, welche Richtlinien gibt es für diesen Bereich und wo stehen sie? Im Leitfaden habe ich nichts passendes gefunden.
Danke für Eure Antworten.

beste Grüße
Udo Martinschledde
udo74 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 05.04.17, 08:58   #2
kstandecker
Karl Standecker
 
Registriert seit: 03.2005
Ort: 92256 Hahnbach
Beiträge: 5.275
Grüß Gott

...... dann dürfte kein Holzhaus gebaut werden - an den Schwellenhölzern liegt auch drückendes Wasser an.
__________________
mfG aus Bayern Karl Standecker
kstandecker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.17, 10:51   #3
Lackierer
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.2008
Ort: Österreich
Beiträge: 364
Es sind Rahmenprofile und -Verbreiterungen in "anti-verrottbarem" Material für Schwellen und gefährdete Unterkonstruktionen lieferbar.
Aber so viele Jahre wird das noch nicht verwendet, und ganz sicher nicht in einer Standartausführung.
__________________
Spezialist für Holzfensteroberflächen.
Lackierer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.17, 09:22   #4
MartinF
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 12.2007
Ort: Irchenrieth / Oberpfalz
Beiträge: 447
Für die Bodeneinstandsprofile haben sich in den letzten Jahren Purenit- oder Phonotherm-Profile durchgesetzt. Liefern immer mehr Fenster- und Haustürhersteller mittlerweile als Standard oder zumindest optional. Ist unverrottbar, formstabil, druckfest und feuchteunempfindlich.

Leimbinder sehe ich in diesem Bereich als kritisch an, da bereits kleine Undichtigkeiten zu Schäden führen kann. Kunststoff-Profile sind mittlerweile mit den immer höheren Elementgewichten überfordert, vor allem bei Hebeschiebetüren, Fensterwänden und Haustüren.
MartinF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.17, 08:14   #5
Jürgen Sieber
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.2001
Ort: 72510 Stetten am kalten Markt, Ortsstraße 3
Beiträge: 2.679
Es gibt in der Tat eine Richtlinie (fragt mich jetzt bitte nicht wo) in der sinngemäß steht, dass zum Unterbauen von Fenstern und Türen nicht verrottbares Material verwendet werden muss.
Als nicht verrottbar gilt auch Holz mit einer Rohdichte von 500 Kg/m³. Somit scheiden -gemäß Richtlinie- sämtliche Nadelhölzer aus. Heimische Harthölzer und Tropenhölzer wären machbar.
__________________
Jürgen Sieber
Glaser aus Leidenschaft
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Alt 12.04.17, 19:29   #6
MagMog
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.2008
Ort: hessen, am main
Beiträge: 296
Zitat:
Zitat von Jürgen Sieber Beitrag anzeigen
Es gibt in der Tat eine Richtlinie (fragt mich jetzt bitte nicht wo) in der sinngemäß steht, dass zum Unterbauen von Fenstern und Türen nicht verrottbares Material verwendet werden muss.
Als nicht verrottbar gilt auch Holz mit einer Rohdichte von 500 Kg/m³. Somit scheiden -gemäß Richtlinie- sämtliche Nadelhölzer aus. Heimische Harthölzer und Tropenhölzer wären machbar.

Guuden,

Was für eine gewagte Aussage,
dem nach könntest Du auch Buche, Kirsche, Esche, Birke und noch etliche andere "Harthölzer" für richtlinienkonform und nicht verrottbar erklären.

Gut Holz! Justus.
__________________
Jegliches Befolgen des von mir Geschriebenen geschieht auf eigene Gefahr.
Gut Holz! Justus.
MagMog ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.17, 20:30   #7
Suchi
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 03.2010
Ort: 52223 Stolberg
Beiträge: 335
In den technischen Richtlinien der Bundesverbände Nr.20,Ableitung der Kräfte in der Fensterebene:
Tragklötze müssen folgende Anforderungen erfüllen:
Sie müssen die anfallenden Lasten übertragen können
Sie müssen fest und unverschiebbar angeordnet sein
Sie dürfen die Abdichtung nicht beeinflussen
Sie müssen aus dauerhaften Material bestehen

Holzkeile, die zum Ausrichten der Fenster eingesetzt werden und später wieder entfernt werden, sind keine Tragklötze im vorbezeichneten Sinne.

Gruß Suchi
Suchi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.17, 10:40   #8
Uli
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.2007
Ort: 35683 Dillenburg
Beiträge: 1.379
Zitat:
Zitat von Jürgen Sieber Beitrag anzeigen
Als nicht verrottbar gilt auch Holz mit einer Rohdichte von 500 Kg/m³. Somit scheiden -gemäß Richtlinie- sämtliche Nadelhölzer aus. Heimische Harthölzer und Tropenhölzer wären machbar.
Dann ist Meranti, was ja in der Regel 450 kg/m³ hat, auch nicht geeignet
__________________
Gruß

Uli
Uli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.17, 11:22   #9
kstandecker
Karl Standecker
 
Registriert seit: 03.2005
Ort: 92256 Hahnbach
Beiträge: 5.275
Grüß Gott

goggelt mal nach "HFA_richtlinie_sockel_20150410", da ist die Sache gut beschrieben.
__________________
mfG aus Bayern Karl Standecker
kstandecker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.17, 08:40   #10
Egon
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 06.2005
Beiträge: 795
Hallo Udo,

wenn Flachdächer mit Attika verbaut werden, dann werden doch diese Attika Elemente auch oft mit KVH ausgeführt.

Wichtig ist hier die Abdichtung und nicht die Unterkonstruktion.

Was nützt das beste Holz wenn es permanent im Siff steht ?

Daher sehe ich keine Probleme den Unterbau mit KVH zu bauen, dieser muss allerdings dann auch geschützt und eingedichtet werden.


E G O N
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