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Randfuge bei Massivholzdielen

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    Randfuge bei Massivholzdielen

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    Hallo, hier eine Frage von einem neuen Teilnehmer. Beginne gerade mit der Verlegung eines Dielenbodens. Sibirische Lärche 32mm stark, nach der Kammertrockung mehr als 3 Jahre abgelagert. Alle Dielen reichen als ein Teil über die volle Breite (5,25 m). Nun habe ich einen solchen Boden in einem anderen Raum (48qm) allerdings nur mit Dielenlängen von 4,50 und dort ist eine Fuge von ca. 1mm (umlaufend 1mm oder weniger !) zu finden. Der Boden liegt definitiv seit mehr als hundert Jahren so da. Und er liegt gut. In allen Quellen, die ich finden konnte, werden Randabstände von mehr als einem Zentimeter gefordert. Die Texte sind (bei unterschiedlichen Quellen) teilweise wortwörtlich identisch. Schreiben da alle nur von einander ab ? Ich habe das einmal nachgerechnet und komme bei ungünstigsten Annahmen bzgl. der Wärmeausdehnung (Wand sehr kalt, Holz sehr warm) auf maximal 4mm Fuge. Das Problem der Feuchte im Holz ist bekannt. Deswegen trocknen ich es sorgfältig. Weiß jemand, warum vor hundert Jahren 1 mm ausreichte und nun mehr als das zehnfache gefordert wird ?

    #2
    Ich weiß gar nicht, wo ich Anfangen soll?

    Als erstes müssen wir uns mal über die Begriffe "Breite" und "Länge" einig werden.
    Dazu solltest du bei Holz dir die Begriffe "tangential, axial und radial" mal googeln.

    Dann hätte ich gerne mal deine mathematische Formel, um in jeder Richtung auf höchstens 4 mm zu kommen.

    Oder besser beschreiben

    Dann geht es noch um relative Luftfeuchten, Die je nach Jahreszeit...

    Nichts für Ungut.
    Unsere Auszubildenen verbringen eine Menge Zeit in Fachkunde für solche Physik

    Ich habe hier Holz liegen, das mit ca. 7 % Holzfeuchte rein gekommen ist. Nach ein paar Jahren im Holzlager ist alles wieder um 18 %
    Überdacht, belüftet, aber nicht geheizt

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      #3
      Danke für die Hinweise. Wie erwähnt: reine Längenänderung aus Temp.-Differenzen. Das wird wohl formelmäßig eindetig sein, wenn wir die Feuchtebetrachtung außen vor lassen. Lassen Sei sich versichern, auch ein Ing. verbringt manchmal Jahre mit Physik und Co.. Die meiste Zeit in der Ausbildung verbringt der Ingenieur in der Mensa und die zweitmeiste mit dem Verbasteln von Formeln Ich kann Ihrem Hinweis durchaus folgen. Auch ist das Schrumpfverhalten von Holz gut bekannt. Ich betrachte hier nur die Längenveränderung axial, da Dielenboden bei radialer-Schrumpfung Fugen vergrößert. Und das ist bei mir nach hundert Jahren deutlich der Fall. Die radiale Maßveränderung ist aufgrund der Fugen zwischen den Dielen recht aussagefrei. Es geht mir hier eigentlich nur um eine einfache Frage: Wofür wollen alle Autoren eine so breite Fuge ? Und die Altvorderen haben es nicht gewußt und einfach viel enger gemacht.

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        #4
        Aber die Feuchtebetrachtung kann man nicht Aussen vor lassen!
        Das ist ja der Sinn vom Ganzen.
        Das Holz schrumpt nicht nur, es quillt auch unter normalen Umständen über die Jahreszeiten hinweg und schrumft auch wieder.
        Wenn Sie jetzt nach 100 Jahren nur Fugen zwischen den Dielen sehen, dann hat die Fuge zur Wand früher mal gelangt, kommt aber auch nicht an den ursprünglichen Platz zurück
        Wenn die 100 Jahre alten Dielen jetzt nur Fugen innerhalb sich haben, haben sich die Dielen irgendwann mal in den Nägeln verschoben und gehen jetzt nur noch für sich wieder zurück.
        Wann, mit welcher Holzfeuchte sind die Dielen verlegt wurden?
        3 Monate Trockenkammer und dann bei extremer langer Trockenheit verbaut?
        Wer weiß?

        Der mittlere Wert je Prozent Holzfeuchteänderung ist 0,24 mm je Prozent Holzfeuchteänderung auf einen Meter radial/tangential gemischt gerechnet.
        Egal ob Nadelholz oder Eiche


        ​​​​​​​
        Die Dielen hatten mal 10 mm und mehr Luft.

        ​​​​​​​

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          #5
          Trockenkammertrockung 1900 ? Ich glaube, die haben das nicht gemacht.

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            #6
            Info: m Jahre 1885 gibt es Trockenöfen wo das Rauchgas durch Zuge unter dem Boden nicht mehr wie früher das Holz berühren bei der französischen Ostbahn und bei der preußischen Staatsbahn in Dortmund. Ab 1900 entstehen andere Gedanken zur künstlichen Holztrocknung die eine neuere Entwicklung auf sehr verschiedene Weise zu verwirklichen versuchen, was man anhand der zahlreichen Patentschriften ersehen kann. Den die Zunahme an Holz gerade in Amerika für den stark ansteigenden Bedarf an Wohnungen und beim Holzexport verlangten eine Abkürzung der Trockenzeiten. So entstanden sehr viele Trockenanlagen in Amerika, die nur das Ziel hatten möglichst viel Wasser aus dem Holz zu bekommen ohne auf die Qualität der Trocknung zu achten. In Deutschland, wo man die natürliche Trocknung zu großer Höhe entwickelt hatte, folgte man nur langsam. (Künstliche Holztrocknung, Ein Grundriss; Fr. Moll, S. 34, 1930) Erst als eine gleichmäßige und qualitativ gute Ware gewährleistet war, was eine technische Verbesserung durch das vervollkommnen der maschinellen Einrichtungen der Trockenanlage voraussetzte, hielt es in Deutschland vermehr Einzug.

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              #7
              Ich habe es versucht...

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                #8
                Hatte ja die Hoffnung, dasz da noch einer was weiß. Bin aber nicht wirklich überrascht, dasz es nicht so scheint. - Ich wage einmal eine Hypothese: In einem Steinhaus reichen bei abgelagerter Holzdielung an jedem Rand 1 (ein) Millimeter Luft auf 5 Meter Breite. Unabhängig davon, ob die Holzlage axial oder radial ist. Vorausgesetz wird, dasz der Boden nicht übermäßig gewässert wird. Und die „Luft“ muß wirklich frei sein. Um ein Verfüllen dieser Fuge durch Verunreinigungen zu vermeiden, würde ich einen Spalt von drei bis vier Millimetern bevorzugen. Bei grober Verschmutzung und unzureichenden Fußleisten ist die Fuge größer zu wählen. Punkt. - Mir scheint dasz so ein Fall zu sein, wo immer nur von einander abgeknäult wurde - ohne Grundlagen. Weder aus der Praxis noch aus der Theorie.

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                  #9
                  Dass sind unsere zukünftigen Ingenieure


                  Fragen im Fachforum an und wissen alles Besser

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                    #10
                    Warten wir auf einen feuchten Sommer ... dann hat er es begriffen!
                    Klaus Hermann Ries (khr)

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                      #11
                      [Es ist besser so
                      Zuletzt geändert von C.Kusnik; 08.07.2019, 16:55.

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                        #12
                        Es steht jedem frei, sich im www so zu geben, wie er es möchte. Ein paar Infos. Ich bin KEIN angehender Ing, sondern ein abgehender. Nämlich in Rente. Seit dem Alter von 8 Jahren kenne ich die Arbeit in der Holzwerkstatt. Bin selber heute gut ausgestattet. Und nun zum feuchten Sommer: Es hat in den letzten 120 Jahren hier keine „feuchten Sommer“ derart gegeben, dasz ich den letzten zwanzig Jahren bei dem von mir ausgewerten Dielenboden davon irgendwelche Folgen feststellen konnte. Wenn jemand es besser weiß, bitte erklären. Ich lerne gerne dazu. Meine These sollte provozieren, um Meinungen frei zu setzen. Schade - kommt nix. Das widerspricht der These nicht wirklich.

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                          #13
                          Sehr geehrte(r) StG,

                          C.Kusnik hat dich in der Diskussion zitiert:
                          https://tischlerforum.info/node/208316

                          Hier eine Vorschau des Beitrags der erstellt wurde:
                          ***************
                          Zitat von StG Beitrag anzeigen
                          Hatte ja die Hoffnung, dass da noch einer was weiß. Bin aber nicht wirklich überrascht, dass es nicht so scheint..
                          Weißt Bescheid?
                          Wir sind alle Doof!
                          Ich warte noch mal auf den den nächsten Beitrag,
                          Trau dich, mit deinem richtigen Namen
                          ***************

                          Beste Grüße,

                          Kommentar


                            #14
                            Ihr 100 Jahre alter Dielenboden hat gearbeitet !!!.
                            Es wurden damals sicher 10 mm und mehr Fuge zum Mauerwerk eingeplant.
                            Irgendwann haben die Dielen gequellt (30 Tage und mehr)
                            Es kommt beim schwinden bloß nicht wieder exakt in die Ausgangangsposition zurück.
                            Unsere jahrhundert alte Erfahrung hat funktioniert
                            Bloß die Dielen schieben sich nicht wieder zu geschlossenen Fugen zusammen.
                            Randbereich weg, Fugen offen

                            Im Internet darf nicht jeder machen, was er möchte.
                            Aber hier geht es noch so

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                            • khr
                              khr kommentierte
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                              Jetzt lass doch mal gut sein. Er weiß es besser und gut ist.

                            #15
                            Danke für diesen Hinweis.

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