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Fensterdichtung mit Stopfhanf

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    Fensterdichtung mit Stopfhanf

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    Guten Abend,
    ich habe eine Frage an die Fachleute bzgl. der Abdichtung von Holzfenstern im Fachwerk mit Stopfhanf. Außen sind breite Blendleisten aus Holz auf der Fuge zwischen Fenster und Fachewerkbalken, Fuge ist dicht mit Stopfhanf ausgefüllt, innen mit Lehmputz angeputzt. Weiter nichts. Ist das bauphysikalisch i. O.? Vielen Dank.
    Zuletzt geändert von juliet_slr; 21.03.18, 22:48.

    #2
    Innen dichter als außen ist das wohl. Aussen ist es aber nicht schlagregendicht, so wie ich es sehe.
    Können wir ein paar Fotos sehen?
    Klaus Hermann Ries (khr)

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      #3
      Da ist gar keine Abdichtung gemacht worden, nur gedämmt
      Grüßle aus Münchingen
      Freddy Esslinger

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        #4
        ...solche Anfragen zur Ausführung bekommen wir auch immer mal wieder. Ich lehne das eigentlich ab. Wir versuchen ein 3D Band einzusetzen was im Fachwerk ja sehr gut geht. Wenn außen das Brett drauf ist sieht man es nicht und innen kannst du drüber putzen. Denkmal oder Öko hin und her, Wasser oder Zugluft will heute niemand in der Bude haben. Deshalb machen wir die Fuge lieber dicht. Und wenn man es nicht sieht..... Ich denke das ist falsch verstandenen Umweltschutz oder Öko oder sonstwas. Bei Pinta gibt es extra ein 3D Band für unebene Untergründe. Habs noch nicht verarbeitet, kam mir aber für sowas sehr gut vor.
        Axel Witzki

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          #5
          Danke für Ihre Einschätzungen.
          Fotos werde ich am WE mal machen, wenn das Wetter etwas freundlicher ist.
          Und dieses 3D-Band bleibt dann sichtbar? Also wenn ich nicht verblenden will und die Fenster außenbündig am Fachwerk sitzen, bleibt ja nichts anderes übrig?
          Damit wäre es ja dann auch außen dichter als innen? Würde bedeuten zwingend noch innen Dichtband einzubringen, was im Nachhinein eigentlich unmöglich ist, ohne alles noch einmal zu öffnen.

          Wie wurde das denn gehandhabt bevor es Kunststoff und RAL gab? Früher waren die Baukünstler doch auch nicht auf den Kopf gefallen. Wissen Sie dazu was? Vielleicht suche ich mal in alten Bauhandbüchern.

          Grüße

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            #6
            Hallo,

            ich denke der Vergleich mit der Vergangenheit funktioniert nur, wenn alles "alt hergebracht" gemacht wird. Ein undichtes Haus kann auch undichte Fugen haben, so wie früher. Wenn zuviel neu ist, sollten die aaRdT beachtet sein.
            Mit freundlichen Grüßen

            Ralf Spiekers
            Tischler Schreiner Deutschland
            Technik - Normung - Arbeitssicherheit

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              #7
              Zitat von juliet_slr Beitrag anzeigen
              .....Außen sind breite Blendleisten aus Holz auf der Fuge zwischen Fenster und Fachewerkbalken, Fuge ist dicht mit Stopfhanf ausgefüllt, innen mit Lehmputz angeputzt. ...
              ...wenn dem so ist, ist das Band auch nicht sichtbar. Geht ohne Neumontage eher schwierig rein. Müsste man sehen. Wenn aber schon verputzt ist,....

              Sie werden sich ja sicherlich ausgiebig mit der Materie befasst haben. Sonst baut man ja nicht so. Von daher werden sie wohl wissen, wie die Fenster und deren Abdichtung früher so waren. Jetzt nicht unbedingt von der technischen Ausführung sondern vom Wohnkomfort oder Behaglichkeit, Temperaturgefälle, Raumklima,.....
              Gemacht hat man das teilweise schon so. Aber wie war es denn da? Wenn es Schlagregen gab, lief schon mal Wasser unterm Fensterbrett raus. Es gab auch schon mal hier und da eine feuchte Stelle. Jetzt kann man sagen, das der Lehmputz das wegsteckt und wieder trocknet und was weis ich was es dafür für Argumente gibt. Ich denke in der heutigen Zeit ist es schwierig. Gerade wenn man mit den alten Materialien arbeitet, ist eine gewissenhafte Planung extrem wichtig. Da passt sonst vieles nicht zusammen und bereitet im Nachgang Probleme.

              Axel Witzki

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                #8
                Verstehen Sie mich nich falsch. Es regnet nicht rein bei uns. Wir hatten in den letzten beiden Jahren, seit wir das Haus bewohnen, keinen Eintritt von Wasser. Damit könnte ich auch gewiss nicht leben. Wir haben die Fenster auch nicht eingebaut. Es handelt sich um Verbundfenster, ich denke eine Schreineranfertigung aus den 80ern mit 2 Gläsern, Fensterkitt und Sprossen, nur leider falsch beschichtet. Ich habe im Rahmen der Innensanierung die Fugen von innen mit Stopfhanf ausgestopft und mit Lehm verputzt. Die Fenster versuche ich zu erhalten und die nächsten Jahre aufzuarbeiten. Ob das so fuktioniert weiß ich noch nicht, weil ich keinerlei Erfahrungen habe und auch kein Handwerker bin. Aber im Rahmen der Sanierung habe ich das Haus und die alte Substanz lieben gelernt und interessiere mich sehr fürs Handwerk. Ich gebe mir auch große Mühe bei der Planung. Aber guter Rat ist teuer und die Meinungen gehen heute so weit auseinander.
                Oberste Priorität hat für mich der Schutz der alten Substanz. Ich habe einfach Angst Fehler zu machen, die das Haus schädigen könnten. Deshalb orientiere ich mich daran, wie es Hunderte Jahre funktioniert hat. Alles andere kann ich einfach nicht beurteilen.
                So bin ich auch auf der Seite holzfragen.de auf Herrn Ries gestoßen als Fachmann für Fensterfragen. Die Fenster haben sichtlich gelitten. Ich vermute das liegt an der "dichten" Beschichtung, die natürlich rissig ist, wodurch Wasser rein und schlecht wieder raus kann. Ob auch konstruktive Fehler vorliegen weiß ich nicht. Deshalb wollte ich zunächst die Frage der Fugenabdichtung klären. Vorrangig bzgl. des Holzschutzes. Denn vom Wohnkomfort her ist es bei uns eh nicht zu vergleichen mit einem Haus mit Fußbodenheizung und konstanten 20 Grad Raumtemperatur. Wir heizen überwiegend mit den Einzelfeuerstätten. Dadurch ist es mal sehr warm und mal sehr kalt. (;
                Ich werde mich morgen einfach mal um die Fotos kümmern. Dazu interessiert mich Ihre Einschätzung wirklich sehr. Vielen Dank nochmal.

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