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Frage zu Verglasung von Einfachgläsern

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    Frage zu Verglasung von Einfachgläsern

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    Guten Tag,

    ich bin aktuell dabei einen Schwung ältere Fenster (zwischen 80 - 200 Jahre alt) zu überholen. Die Fenster wurden aufgrund diverser Schichten Altanstriche zunächst entlackt, aktuell läuft die Reparatur div. Holzschäden an den Flügeln. In diesem Zusammenhang bin ich auf den VFF Leitfaden H.09 (2003er Ausgabe) gestoßen und habe hinsichtlich der Neu-Verglasung folgende Fragen. Empfohlen wird eine Verglasung mit Vorlegeband, Verklotzung und offener Kittfase. Für mich ergibt sich daraus allerdings nicht, ob die Scheibe mittels Glaserecken zusätzlich fixiert wird oder ob das nur über den Dichtstoff geschieht.
    Beim Dichtstoff tun sich dann die nächsten Fragen auf. Von den Anforderungen her würden sich bspw. Otto Seal S110 (Neutralsilikon) oder Kawo Elastokitt (mod. Siloxanharze) eignen. Von der Beschreibung im Datenblatt her scheint mir der Elastokitt allerdings eher für klassische Verglasung geeignet, daher bin ich mir nicht sicher, ob man die Versiegelung auf der Innenseite damit gut ausführen kann.

    Hat jemand Erfahrung mit dem Verfahren, bzw. den Dichstoffen und kann etwas dazu sagen?

    Eine weitere Frage hätte ich noch zu den Glasscheiben: Diese waren teilweise ohne Spiel im Rahmen eingesetzt, weshalb nach oben dargestellter Montage zunächst mal eine Nachbearbeitung notwendig ist. Eignen sich hierfür Diamant Schleifpads oder ist die Abtragsleistung zu gering?

    Danke und Gruß Stefan

    #2
    ...also Neutralsilikon dafür zu verwenden ist eher unüblich. Du verschmierst dir das Holz mit dem Sili, das Glas,.... Ausserdem hält darauf die Farbe nicht. Der Elastokitt ist eine super Alternative dazu. Der ist dafür gemacht. Hat zwei klitzekleine Nachteile: Für den ungeübten nicht so ganz einfach zu verarbeiten und relativ teuer. Hält dafür aber auch ewig.
    Als drittes könntest du auch ganz klassisch Fensterkitt verwenden. Wir nehmen den SB11. Der ist nicht auf Leinölbasis sondern "normales" Erdöl irgendwie. Der hat den Vorteil zum Leinölkitt, das er verarbeitungsfähig aus dem Fass/Beutel kommt. Aufgrund der unterschiedlichen Qualitäten beim Leinöl musst du dir den Kitt erst mit Schlemmkreide auf die richtige Konsistenz bringen. Das entfällt bei dem SB11 und er trocknet schneller als der Leinölkitt. Fensterkitt, egal welcher, ist dann auch überstreichbar. Der muss sogar mit gestrichen werden.
    Bei Kitt vorher den Falz behandeln. Wie steht auf der Gebrauchsanweisung vom Kitt.
    Wir sichern bei Einfachverglasung alle Scheiben mit Glaserecken. Schon wegen der Weiterverarbeitung. Wenn der Dichtstoff drin ist und du stellst den Flügel zum trocknen hin, könnte sich Scheibe verrutschen und sich die Dichtstofffase verschieben oder die Scheibe sogar rausfallen. Umn nur eins zu nennen.
    Wenn die Scheiben vorher schon drin waren, würde ich die Größe so lassen. War ja schließlich 80-200 Jahre gut. Mit Schleifpads diese kleiner zu bekommen, halte ich für aussichtslos. Zumindest in einer akzeptablen Zeit und mit akzeptablen Aufwand und Ergebnis.

    Ob das jetzt alles irgendwo als DIN etc. geschrieben steht . Wir machen es so und es funktioniert.
    Axel Witzki

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      #3
      Hallo Axel,

      Danke für Dein Feedback. Die Vorgehensweise wäre sowohl bei Neutralsilikon als auch bei Elastokitt die Verglasung erst nach Endanstrisch durchzuführen, was ja den Falzschutz erhöht. Das Neutralsilikon wäre gemäß der DIN Vorgaben grundsätzlich i.O. und im Vergleich zu Elastokitt nur halb so teuer. Bisher habe ich immer "klassisch" verglast, allerdings ist jetzt natürlich auch die Gelegenheit günstig ein besseres Verfahren zur Anwendung zu bringen.

      Gruß Stefan

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        #4
        ...dann nimm Elastokitt!
        Ich nehme an, mit klassisch meinst du Kitt? Was soll daran schlecht sein?
        Preiswert, leicht zu verarbeiten, überstreichbar, leicht auszubessern,...
        Zuletzt geändert von Axel; 30.10.18, 15:45.
        Axel Witzki

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