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Nachbesserung / Fehlerbeseitigung - Fenstereinbau / Wandanschluss innen?

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    Nachbesserung / Fehlerbeseitigung - Fenstereinbau / Wandanschluss innen?

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    Hallo Zusammen,

    im Haus bei einem guten Freund ist folgendes Problem aufgetaucht. Offensichtlich hat der Schreinermeister (ehm. alteingesessenes Unternehmen und Innungsbetrieb) vor einigen Jahren beim Austausch der alten Aluminiumfenster gegen Veka Kunstofffenster nicht so ganz ordentlich gearbeitet. Beim Abnehmen der innen aufgeklebten Abdeckleisten ist aufgefallen, dass der Fensterschaum nicht überall den Hohlraum zwischen Fenster und Wand vollständig ausfüllt. Es sind teils Löcher bis fast zum gemauerten Anschlag außen vorhanden, gegen den die Fenster gesetzt sind.

    Den Schreinereibetrieb gibt es leider nicht mehr und Gewährleistung natürlich auch nicht. Was ist von folgendem Lösungsvorschlag zu halten:

    1. Alle Ritzen und Hohlräume rund um die Fensterrahmen mit Fensterschaum ausfüllen bzw. mit Dämmwolle ausstopfen.
    2. Dampfbremsendes Fensteranschlussband für Innen auf Fensterrahmen und Putz der Fensterlaibungen (ist tragfähig) ordentlich und lückenlos verkleben.
    3. Auf die Fensterlaibungen dann 25 / 30 mm starke Mineralschaum- / Kalziumsilikatplatten vollflächig verkleben, Anschlussfugen zu den Fensterrahmen mit Acryl versiegeln, neue Eckschutzprofil setzen und die Laibungen mit Gewebe abspachteln.
    4. Tappezieren

    Damit müsste die Regel „von innen nach außen dampfoffener“ beachtet und schlagregendicht scheinen die Fenster auch so bereits zu sein. Wandaufbau von außen nach innen: Außenputz, 30 cm Bims-Hohlblocksteinmauerwerk, mit Lastverteilungsschichten aus Ziegel, Innenputz, „Innendämmung“ aus 10mm Rigips und 15mm Styropor mit „Batzen“ aufgeklebt (Zwischenraum absolut trocken, keine Stock- oder Schimmelflecken).

    So o.k.? Gibts dagegen Einwände, bessere und einfachere Lösungen oder ist mehr Aufwand erforderlich?

    Herzlichen Dank für Tipps und Anregungen

    Martin

    #2
    Grüß Gott,
    gibt es auch ein Bild vom Ist-Zustand der Leibungen zum Fenster?
    herzliche Grüße aus der Oberpfalz, Karl Standecker

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      #3
      Danke, Karl Standecker, hier kommen Bilder. Ich hoffe, die sind aussagekräftig. Die Klebereste von den aufgeklebten Abdeckleisten sind inzwischen alle entfernt, so dass der Klebestreifen des dampfbremsenden Fensteranschlussbands gut halten müsste.

      Kann der Innenanschluss, so wie oben beschrieben, durchgeführt werden oder haben Sie andere Empfehlungen?

      Viele Grüße

      Martin

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        #4
        Ich befürchte, daß nach der Aufbringung von Leibungsplatten netto 25-30 mm nicht mehr alle Fenster sich 90° öffnen lassen.
        Aus den 25 mm wird mit Kleber und Unebenheiten schnell mal 35 mm und mehr.

        Schaum etwas auskratzen, fehlende Stellen mit Mineralwolle ergänzen, geeignete Hinterfüllschnur zur Vermeidung einer 3-Flankenhaftung einbringen, Anschlüsse primern und das Ganze dann zurückliegend mit geeignetem "Silikon" verspritzen, Neue Leisten in Kunststoff und alles ist Regelkonform.

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          #5
          Herzlichen Dank, C.Kusnik, für die Empfehlung. Die Fensterrahmen sollten jedoch möglichst nicht wieder verleistet sondern "eingeputzt" werden. Der Abstand zu den jetzigen Fensterlaibungen beträgt 40-50 mm bei 90° geöffnetem Fenster. Daher die Überlegung Leibungsplatten aufzubringen, die dann ja auch noch die Wärmebrücken an den Laibungen etwas etwas reduzieren würden.

          Ja, Hinterfüllschnur zur Vermeidung einer 3-Flankenhaftung ist schon klar aber macht das verspritzen mit "Silikon" (diffusionsdichtem/-bremsendem Füllstoff) wirklich Sinn? Die "Fuge" zwischen Fensterrahmen und Fensterlaibung ist nämlich teils >25mm. Daher die Überlegung mit dem dampfbremsenden Fensteranschlussband. Die Laibungsplatten sind ja diffusionsoffen und auch Fermacellplatten oder konventioneller Innenputz wäre diesbezüglich nicht viel anders, richtig?


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            #6
            Grüß Gott

            ich würde die Leibungen verputzen.
            Der vorhandene Wandaufbau mit Rigips wird physikalisch nicht optimal zu den Kalziumsilikatplatten passen.
            Der Diffussionswiderstand liegt bei herkömmlichen Rigipsplatten bei ca. sd 0,13 im Vergleich
            zu den Kalziumsilikatplatten mit ca. sd 2,5. Die Dämmeigenschaften weichen auch sehr ab.
            In Summe kann`s in den Leibungen kritisch werden.

            Ich würde den Schaum bis ca. 1.5 cm aus der Fuge kratzen und diesen Freiraum mit einem
            Dichtband (Illbruck I) versehen. An das Fenster APU Leisten kleben und die Leibungen
            auslaufend zur Eckschutzleiste verputzen.
            Durch diese Maßnahme hat man im Leibungsbereich ausgeglichene Oberflächentemperaturen.
            herzliche Grüße aus der Oberpfalz, Karl Standecker

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              #7
              Herzlichen Dank,Karl Standecker, für die Aufbauempfehlung. Ja, das mit den aufgeklebten Anputzleisten ist ne saubere Sache und das illbruck i als Dampfbremse passt auch. Ob mein Freunde sich mit den dann schräg laufenden Laibungen anfreunden können, wird sich zeigen . Allerdings müsste m. E. die Oberflächentemperatur der verputzten Laibungen dann doch nennenswert niedriger bleiben als die übrige Raumhülle. In den Laibungen ist die Wandstärke ja viel dünner und gedämmt ist nur der Spalt zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk oder ist das dann eine vernachlässigbare Größe, kstandecker?

              Viele Grüße und einen guten Start in einen sonnigen Frühsommertag.

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                #8
                Grüß Gott,
                wie schon geschrieben, Wand und Leibung passen physikalisch nicht wirklich zusammen.
                Eine Diffusion wird sehr träge stattfinden, so das sich im Übergang Wand zur Leibung rückseitig
                nicht alles wie bisher verhält.
                herzliche Grüße aus der Oberpfalz, Karl Standecker

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