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Fenstermontage nach EnEV und a.R.d.T

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    Fenstermontage nach EnEV und a.R.d.T

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    Hallo Forum,

    ich hoffe ihr könnt mir etwas weiter helfen.

    Wir haben im Frühjahr 2019 bei einem Baustoffhändler Fenster für unseren Neubau bestellt. Der Baustoffhändler hat die Montage durch einen von ihm beauftragten Tischler mit angeboten. Dieses Angebot hatten wir bestätigt. Zu erwähnen sei, dass unser Haus durch einen Architekten geplant wurde. Die Bauausführung vergeben wir in Einzelvergabe oder leisten Eigenarbeit. Wenn unklarheiten auftauchen, ziehen wir unseren Architekten hinzu.

    In der Auftragsbestätigung steht geschrieben:

    Neubaumontage gemaß EnEV - WDVS Fassade

    Einbau der neuen Elemente gemaß EnEV. Montage mit Montageanker, Ausschäumen der Fugen mit PU Schaum. Elemente mit Putzträgerplatte innen bündig mit Mauerwerk. Senkrechte dauerhafte luftdichte Verleistung von innen nach der Montagerichtlinie RAL mit KS Anputzdichtleisten AIR Membran. Oberer Mauerwekrsabschluss zum Komplettrollladen und unterer Anschluß auf Fensterlaibung oder Bodenplatte wird nach anerkannten Regeln der Technik mit Dichtfolie dauerhaft Luftdicht verklebt.

    Alle Elemnte durch Lastabtragung fachgerecht gemäß anerkanten Regeln der Technik (Montagerichtlinie RAL, DIN 18355 und EnEV) nach unten montiert.

    Nicht im Montagepreis enthalten:
    Diffusionsoffener Anschluss der Fensterelemente an das Mauerwerk oder WDVS von außen. Dieser wird durch das Folgegewerk bauseits innerhalb der nächsten 4 Wochen errichtet.


    Nun hatten wir den Heizungsbauer zu Besuch auf der Baustelle. Dieser teilte uns mit, dass die Hebeschiebetüren zum Garten 2cm höher verbaut sind. Im Systemschnitt des Herstellers, ist eine 2cm Ansichtskante zu erkennen. Nachdem wir bei unseren Nachbarn mal umgeschaut haben, ist uns erst aufgefallen, wie komisch unsere Montage ausgefallen ist.

    Daraufhin haben wir einen Bausachverständigen zu Rate gezogen. Dieser zeigte uns weitere, nach seiner Meinung, Mängel auf.

    Diese wären:

    - Luftdichte Verklebung von innen nicht dauerhaft, da das Dichtungsband nur auf die Putzträgerplatte geklebt sei.
    - keine Verankerung nach unten der Elemente rechtwinklig zur Fensterebene zur Bodenplatte, Fensterlaibung und Geschossdecke
    - Dichtungsbahn EPDM an den Elementen von außen mangelhaft
    - in diesem Zuge wurden wir auf die Schlagregendichte Ausführung angesprochen, ob diese vom Tischler ausgeführt wurde, wenn er nach a.R.d.T montiert. Dieses mussten wir verneinen, da es ja in der Auftragsbestätigung drin stand. Darauf sagte uns der Sachverständige, dass dieses nicht korrekt sei, denn die Abdichtungsarbeit gehöre zum Gewerk des Tischlers.

    Nun waren wir etwas erschrocken über die nicht unerheblichen Mängeln.

    Natürlich waren wir der Überzeugung, dass der Handwerker schon weiß, was er da macht. Die Bauabnahme erfolgte direkt nach der Montage. Hier hatten wir uns von dem Mangelfreien IST-Zustand der Elemente überzeugt (Beschädigungen) und das die Elemente an richtiger Stelle verbaut sind. Sprich ob das Fenster für die Küche, wirklich in der Küche montiert wurde.


    Mit den gewonnen Erkentnissen sind wir dann zu Vertragspartner (Baustoffhändler) gefahren und haben die Punkte angesprochen.

    Schriftlich per mail teilte uns diese mit

    wir möchten Ihnen hiermit gern noch ein mal mitteilen, dass alle Fensterelemente in Ihrem Bauvorhaben im XXXXXX nach Stand der Technik und gemäß EnEv (Energieeinsparverordung) montiert wurden.

    ......Grundsätzlich gilt jedoch auch, wenn ein Folgegewerk weiter montiert, gilt das Vorgewerk als abgenommen und anerkannt.
    .......-Wir stellen somit fest, dass es unsererseits zu keinerlei mangelhafter Montage Ihrer Fensterelemente kam und lehnen daher eine Reklamation ab, wir schließen somit den Vorgang.

    Bevor wir vergebens weitere Schritte einleiten, würden wir gern eine Abschätzung zu dem derzeitigen IST/Soll-Zustand erhalten.

    1. Ist es wirklich so, dass der Tischler für die äußere Wetterschutzabdichtung verantwortlich ist?
    2. Müssen grundsätzlich alle Elemente umlaufend befestigt werden?
    3. Ist es ein Mangel, dass das Luftdichteband nur auf die Putzträgerplatte verklebt wurde?
    4. Können wir überhaupt noch Mängel geltend machen?



    #2
    …… gibt es Bilder zu den Beanstandungen?
    herzliche Grüße aus der Oberpfalz, Karl Standecker

    Kommentar


      #4
      1. Ist es wirklich so, dass der Tischler für die äußere Wetterschutzabdichtung verantwortlich ist?

      Nicht grundsätzlich, es kann auch ein anderer machen, und wenn das WDVS mit passenden Anputzleisten und Fensterbänken an das Fenster gefügt wird, ist das vollkommen in Ordnung.

      2. Müssen grundsätzlich alle Elemente umlaufend befestigt werden?

      Ja, und zwar im Abstand von nicht mehr als 70 cm. Das heißt, beim Rollladenkasten müssen andere Maßnahmen ergriffen werden.

      3. Ist es ein Mangel, dass das Luftdichteband nur auf die Putzträgerplatte verklebt wurde?

      Ich sach mal: nicht zwingend. Aber auf den Bildern kann ich nichts erkennen. Die Abklebung des Rollladenkastens auf dem Foto oben ist Mist. Der wird eingeputzt und braucht keine Folie. Die andere Folie sollte auf dem Untergrund haften.

      4. Können wir überhaupt noch Mängel geltend machen?

      Grundsätzlich sicherlich ja, Sie haben ja Gewährleistung, nur müssen wegen der Abnahme nun Sie beweisen wo die Fehler sind.

      Bezüglich der Einbauhöhe der HST muss es einen Meterriss geben, an den sich alle zu halten haben. Das zu klären ist einfach.
      Klaus Hermann Ries (khr)

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        #5
        Vielen Dank für die Antwort.

        Der Tischler kann doch aber nicht davon ausgehen, dass das Folgegewerk solche speziellen APU Leisten verwendet.

        Jedoch steht in der VOB Teil C ATV das der komplette Einbau zum Gewerk des Tischlers gehört. Richtet sich der Tischler nach RAL oder a.R.d.T
        ist er doch für die äußere Abdichtung zuständig? Wie die ausschaut (Materialeinsatz) ist ihm dabei überlassen.


        Ein Meterriss ist vorhanden!.

        Gibt es zu der Verankerung eine genaue DIN oder steht es in dem RAL Leitfaden?

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          #6
          Wenn er drauf hinweist und vertraglich vereinbart, dass er außen nicht abdichtet weil das ein anderer macht, kann er das schon denn auch das WDVS muß den aaRdT gemäß angebracht werden. Und dann ist´s schlagregendicht.
          Klaus Hermann Ries (khr)

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            #7
            Wie sollte denn der obere Abschluss zwischen Rollladen und Decke ausgeführt werden. So wie es jetzt ist, ist doch keine Dauerhaftigkeit gewährleistet. Vor allem wenn das Dichtband sich vom Putzträger des Kastens ohne Probleme lösen lässt.

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              #8
              Wie ich schon schrieb: Der wird eingeputzt und braucht keine Folie.
              Das ist die Aufgabe des Putzers.
              Klaus Hermann Ries (khr)

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