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Fugensiegel und "schlapperndes" Fenster

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    Fugensiegel und "schlapperndes" Fenster

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    Hallo alle zusammen,
    wir haben bei meinem Massiv-Fertighausneubau weiß lackierte Holzfenster einbauen lassen. Von Anfang an gab es Probleme mit dem Fensterbauer. Erst wollte er aussen kein Kombriband einbauen, dann wusste er natürlich gar nichts von NEH oder WschVo und dass man die Fenster von innen dauerhaft und luftdicht abschließt. Gut, das haben wir dann über unsere Baufirma geregelt bekommen. Jetzt taucht das Problem auf, dass einige Brüstungsfugen schon aufgerissen sind. Ich tippe einfach mal, dass der Fensterbauer auch keine Fugensiegel eingebaut hat. Nun meine Fragen:
    1. Sind Fugensiegel zwingend einzubauen?
    2. Wie kann ich feststellen, ob er es getan hat oder nicht.
    3. Wenn er es zwischen dem ersten und zweiten Lackiervorgang nicht getan hat, kann man es nachträglich aufbringen?
    Dann habe ich noch ein zweites Problem. Wir haben ein Fenster von ca. 2,55 m Höhe und 3,00 m Breite mit zwei zu öffnenden Türen und einem feststehenden Teil. Wenn ich am Fensterrahmen in der Mitte etwas mit dem Finger drücke, bewegt sich oben der mittlere Rahmenteil um ca. 1 cm nach Außen. Auch das habe ich schon bemängelt, aber die Abhilfe des Fensterbauers hat da nicht viel genutzt. Über dem kompletten  Fenster ist ein zweigeteilter Rolladen (in einem Rolladenkasten) mit elektrischem Antrieb. Liegt hier ein Konstruktions- oder Planungsfehler vor? Wie kann dieses Fenster oben befestigt werden, dass es kein Spiel mehr hat?
    Vielen Dank im voraus. Gruß Thorsten Sommer
    TS

    #2
    Hallo Thorsten,

    das Fugensiegel einzubringen kann höchstens vom Hersteller der Oberflächenbeschichtung vorgeschrieben werden, sofern der dies Bestandteil eines Gewährleistungspaketes ist. Viele Hersteller tun dies mittlerweile. Fertigt der Fensterbauer nach Vorgaben des Lasurherstellers, dann geben mache Lasurhersteller bis zu 10 Jahren Gewährleistung auf das Anstrichsystem. Das Zeug jetzt noch aufzubringen macht keinen Siinn, denn jetzt ist die Lasur auf / im Holz und läßt das Material nicht mehr einziehen. Ob´s verarbeitet wurde oder nicht kann man nur im LAbor prüfen.

    Wenn die Fugen aber aufgehen ist es weniger ein Problem von fehlendem Fugensiegel sondern mehr eins vin unsachgemäßer Fugenverleimung der Schlitz- und Zapfen- sowie Brüstungsverleimung.

    Der Rahmen des Holzfensters muß alle 70 cm befestigt werden. Wenn oben ein Rolladenkasten sitzt der dies verhindert, muß der Rahmen entweder ausgesteift werden zB durch Stahl- oder Statikprofile aus Holz, oder man setzt Winkel, die an der Decke befestigt sind.

    Die Durchbiegung bei voller Windlast darf nicht mehr als den dreihundertsten Teoiil der Länge betragen, maximal aber 8 mm wenn Glas drin ist im Bauteil.

    Bei einer 3 m breiten Tür also 3000/300= 10 mm. Da 10 mm größer als 8 mm greift die Vorschrift: max. 8 mm, sofern nur eine Scheibe von der Durchbiegung betrofens ist.
    Klaus Hermann Ries (khr)

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      #3
      Hallo nochmals,
      unsachgemäße Verleimung ist natürlich erst mal ein Problem, das jetzt nicht mehr behoben werden kann. Was ist also jetzt angeraten? Kann man eine Art Fugensiegel nachträglich aufbringen? In Ihrem Beitrag über Beschichtung von Holzfenstern schreiben Sie, dass die Verarbeitung von Fugensiegel Stand der Technis ist. Wie kann ich mich dem Fensterbauer gegenüber verhalten?
      Nochmals Danke und Gruß Thorsten Sommer
      TS

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        #4
        Hallo Herr Sommer,
        was nicht in Ordnung ist wissen Sie, konfrontieren Sie mit diesem Wissen den Fensterbauer und/oder Ihren Hausbauer. Wenn´s nichts nützt, Mängelrüge schriftlich aufsetzen und/oder Anwalt konsultieren.

        Für eine detailierte Mängelaufstellung können Sie auch über die zuständige Handwerkskammer einen Sachverständigen beauftragen.
        Hier im Forum können Sie fachlichen Rat bekommen, für juristische Fragen sind Anwälte zuständig.
        Michael Thieß

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