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    Wohnungsabschlusstür

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    Guten Tag,

    bei uns wurde in dieser Woche eine neue Wohnungsabschlusstür eingebaut. Die folgende Dinge halte ich für nicht fachgerecht, wer kann mir weiter raten, wie ich mich zu verhalten habe und ob meine Mängel berechtigt sind?

    Die Zarge ist nicht richtig vermittelt und die Abdeckung steht an einer Wandseite ca. 15 mm ab.

    Die Zarge ist nur eingeschäumt ( wurde auch so angeboten) jedoch nicht flächig ausgeschäumt, beim klopfen an der Zarge hören sich große Flächen hohl an, mir ist auch nicht bekannt was für ein Schaum verwendet wurde. Wie kann ich das herausbekommen??

    Die Tür liegt an der Griff Seite in einer Höhe von ca.
    1600mm nicht an, steht unten mehr als 5 mm ab und
    der Mechanismus für die Bodendichtung ist an der Griffseite bei geschlossener Tür sichtbar und wird nicht richtig eingedrückt. Ferner sieht man abends durch die Dichtung an der Griffseite, das Licht aus dem Trepenhaus durchscheinen, bzw. umgekehrt aus der Wohnung.

    Der Türrahmen ist nicht versiegelt, wurde auch im Angebot nicht erwähnt.

    Ich meine der Schallschutz, die Winddichtigkeit ( Heizverlusst) ist nicht gegeben, zum abschliessen muß ich die Tür andrücken.

    Falls die Rechnung kommt muß ich diese voll bezahlen oder soll ich erst die Mängelbeseitigung abwarten ?

    Über eine Antwort zu meinem Problem und und einen Tipp zur Vorgehensweise würde ich mich freuen.

    Vielen Dank

    Ulrich Gross  

    #2
    Hallo,

    die Frage ist, warum die Zarge 15 mm absteht. Wenn die Wand schief ist oder aufs dem Lot, kann der Tischler nichts dafür. Das kann aus der Ferne nicht beantwortet werden.

    Die Zarge einer Wohnungsabschlußtür muß laut DIN 18355 -Tischlerarbeiten- mit Dämmstoffen vollständig ausgefüllt werden. Wenn sie dies nicht ist, liegt ein Verstoß gegen diese DIN vor.

    Die Forderung der raumseitigen  Abdichtung ergibt sich eigentlich sachlogisch, denn es soll ja winddicht und schalldicht sein, wird aber nirgendwo explizit gefordert.

    Wenn die Tür nicht dicht schließt und sie von den Dichtungen absteht ist sie mangelhaft, wenn der Bodendichtungsautomat nicht funktioniert, dann auch.

    Warten Sie nicht lange auf die Rechnung, reklamieren Sie die Punkte direkt und schriftlich und fordern zur umhgehenden Nachbesserung auf. Reklamationen, die erst nach Eingang der Rechnung erfolgen, sehen immer ein wenig "doof" aus, wenn Sie wissen was ich meine
    Klaus Hermann Ries (khr)

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      #3
      Zu klären wäre noch, was für eine Tür eingebaut und Zarge wurde, normale Röhrenspantür und Standartzarge sind meines Wissens als Wohnungsabschlusstür nicht mehr zulässig. Diese werden allerdings noch oft angeboten und eingebaut. Der reelle Fachbetrieb kann dann preislich nicht mithalten und der Kunde bekommt eine nicht normgerechte Tür eingebaut.

      Näheres über Klima-, Schallschutz- und Sicherheitsklassen bei Wohnungseingangstüren findest Du bei Klaus Hermann Ries unter Fachwissen / Türen.

      Eine Zugfreie und dichte Wohnungsabschlusstür wünscht
      Eddy aus Neubruchhausen

      Spruch zum Feierabend
      Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um die Gläubiger zu betrügen,
      so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation
      (George Bernard Shaw)


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        #4
        Vollständig mit Dämmstoff hinterfüllt heißt nicht zwangsläufig voll ausgeschäumt. Es kann auch teilweise mit Mineralfaser ausgefüllt sein. Aber ob das der Fall ist???

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          #5
          Zum Beitrag von Herrn Behrmann

          Hier handelt es sich um ein Herholz - Wohnungsabschlusselement Vollspan VSP1, Klima 3,
          Schallex + 3teil. Bänder, it Profilkantenzarge 0 - 20 verstellbar.

          Bisher vielen Dank für alle antworten.

          MfG
          Ulrich

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            #6
            Fazit wie fast immer:

            Tür ok, Einbau mangelhaft.
            Klaus Hermann Ries (khr)

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              #7
              Hallo Herr Groß,
              haben Sie denn für den Einbau eine Tischlerei beauftragt? wenn ja, sofern es ein Innungsmitglied ist, wende Sie sich doch mal an die zuständige Innung, vielleicht hat die einen Schlichter. Sowas gibt es jetzt jedenfalls in Berlin.
              Michael Thieß

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                #8
                Hallo Michael Thies,

                erst einmal muss die Tür bei dem Handwerker reklamiert werden, soweit ich oben lese, ist dieses noch nicht geschehen. Erst wenn der Tischler sich Querstellt, kann man das Schiedsgericht anrufen. Wenn der Unternehmer nichts von den Mängeln weis, kann er auch nicht reagieren.

                Uns allen eine angenehme Diskussionswoche wünscht
                Eddy aus Neubruchhausen

                Spruch des Tages
                Jeder erwartet vom Staat Sparsamkeit im allgemeinen und Freigebigkeit im besonderen (Anthony Eden)

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                  #9
                  Guten Tag,
                  danke für die Informationen, die ich hier erhalten habe.
                  Zwischenzeitlich war der Tischler da und er hat die Zarge ausgestopft und die Türzarge abbgedichtet und versucht diese erneut einzustellen.

                  Jetzt ist es aber so, die Tür liegt an der unteren Bandaufhängung stark an, die Zarge bewegt sich an der Bandseite wenn die Tür geschlossen wird ( letzten ca. 5 cm ). Die Bodendichtung liegt nun nicht mehr nur an den Fliesenfugen nicht auf, sondern auf einer Länge von 40 cm ab der Zargen Bandseite. Zudem sieht man jetzt  abends im Treppenhaus zwischen der oberen Türkante und der Zarge einen Lichtschimmer. Habe den Papier Test mit einem DIN A 4 Blatt durchgeführt, dieses
                  lässt sich mittelschwer durchziehen.

                  Laut Hersteller Herholz gehört in die Zarge, wo die Mechanik der Bodendichtung betätigt wird, ein Schutzprofil, dieses ist gehört zum Lieferumfang, wurde jedoch nicht montiert, jetzt will der Tischler 12 Euro + Montage dafür haben. Ferner steht in der Montageanleitung, bei Schallschutztüren und Fliesenboden soll eine Bodenschiene gesetzt werden, worauf die Bodendichtung liegt, wer ist für die Schiene verantwortlich ??

                  Habe die Mängel erneut gemeldet.

                  Evtl. will er am Donnerstag kommen, nur vorab sagt er, die Bodenleiste gehört nicht zu seinem Gewerk, wegen der Dichtung, erzählt er jetzt von schiefen Fussboden und  die Profilschoner will er bezahlt haben.
                  Wie soll ich weiter verfahren ?

                  Vielen Dank!

                  Ulrich

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                    #10
                    Also:

                    wenn die Bodendichtung nicht dichtet weil sie undicht ist, ist sie mangelhaft. Dasselbe gilt für die Dichtung der Zarge, die Tür darf zwar ein wenig Luft durchlassen, aber nicht soweit abstehen daß man Licht durchscheinen sieht.

                    Federn beim Schließen darf sie auch nicht, und wenn die Einbauvorschrift die Bodenschiene fordert  muß die auch ohne Mehrkosten eingebaut werden, denn dann gehört das zum Leistungsumfang.

                    Reklamieren Sie die Fehler schriftlich und nachweisbar, setzen Sie eine Frist zur Nachbesserung von 14 Tagen. Wenn´s dann immer noch nicht korrekt ist, mailen Sie mich bitte wieder an.
                    Klaus Hermann Ries (khr)

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