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Neubau Innentüren Probleme

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    Neubau Innentüren Probleme

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    Hallo zusammen,

    ich habe in einem Neubau Probleme mit den verbauten Innentüren. Der Tischermeister, dessen Betrieb die Türen montiert hat, ist der Meinung, dass es sich nicht um Mängel handelt. Daher würde ich mich über eine objektive Meinung eines Anderen Objektiven freuen. Ich selbst bin mir nämlich auch nicht mehr sicher und emotional komplett drin.

    Zur Geschichte:
    • Ich beauftragte eine ortsansässige Tischlerei mit dem Verbau von Innentüren in einen Neubau. Kosten pro Standardtür bei 14er Wänden ca. 250€ netto. Der Bau stand lange trocken. Wir haben bei Einzug (=Einbauzeit) nie über 60% Luftfeuchtigkeit gehabt und lüften täglich. Bautrockner war auch im Einsatz. Das Haus hat einen Fußbodenerwärmung.
    • Der Betrieb verbaute die Türen, konnte aber aus Zeitmangel die Türen am gleichen Tag nicht mehr einstellen. Einige Blätter (mit Glasausschnitt) fehlten noch.
    • Vier Wochen später kam ein Mitarbeiter mit den restlichen Blättern und stellte die Türen ein. Es gab anscheinend massive Probleme, das führte dann zu folgendem Ergebnis:

      PXL_20210226_173645844.jpgPXL_20210226_173656118.jpg
      PXL_20210226_173755261.jpgPXL_20210226_173803288.jpg

      Der Monteur hatte die Schließbleche sowie die Schlösser fast jeder Tür im Haus angefräst um die Türen zum laufen zu bekommen. Das Schlimme an der Sache: Die Türen liefen immer noch nicht. An einigen Türen muss ich erheblichen Kraftaufwand leisten um die Türen zu schließen. Einige Türen, die man denkt geschlossen zu haben, springen bei Luftzug durchs Haus auf. Ich hatte übrigens vorher mehrere Tage alle Türen geschlossen gehalten. Das hatte man mir empfohlen.
    • Ich gab dem, mir sonst wirklich sympatischen Tischlermeister, natürlich die Möglichkeit der Ausbesserung. Er rückte mit seinem besten Mitarbeiter an und tauschte alle Schließbleche und Schlösser im Haus gegen Neue aus. Die Sache war ihm sehr unangenehm. Dann wurden die Türen eingestellt. Ich dachte die Sache sei damit erledigt, aber nein: Die neuen Schließbleche wurden fast ausnahmslos im Haus erneut angefräst. Diesmal aber so, dass es nicht mehr so schlimm aussieht, schön abgerundet. Nicht nur die "Nase" wurde abgefräst, sondern schon mehr. Das Ganze wurde dann hübsch gemacht, man sieht es nicht mehr so stark. Aber trotzdem: 2-3 Türen im Haus schließen immer noch nicht richtig, einige gut, andere solala. Ich bin nun schon durch viele Türen in Häusern gegangen, ich denke ich kenn das einschätzen. :-D Bei der ganzen Fräsaktion des ersten Gesellen wurden aber die Kunststoffteile hinter dem Blech beschädigt. Die hat er nicht ausgetauscht, das aber hielt ich für selbstverständlich. Sieht wirklich nicht schön aus. Sieht dann an den zwei schlimmsten Türen so aus:

      Bild1.jpgBild2.jpg
    • Da ich Neuware bestellt hatte und ich auch Neuware geliefert bekommen wollte, bat ich den Betrieb darum auch die Kunstoffbleche auszutauschen, die Schließbleche gegen Neue (nicht angefräste Bleche) zu tauschen und die Türen vernünftig einzustellen. Der Meister kam vorbei. Er sagte, das man das mit den Blechen und dem Kunststoff ja gar nicht sehen könne, das sei kein Mangel (Er ist Gutachter für die IHK!). Ich sagte ihm, dass das wohl sein könnte, ich aber doch Neuware erwarten könne und auch funktionsfähige Ware. Er konterte dann damit, dass die Türen nicht sofort super schließen müssten. Das würde sich mit der Zeit noch setzen. Auch das zweifelte ich nicht an. Er schlug mir dann vor die Bleche auszutauschen, dann würden die Türen ja auch schließen, ich müsste dann noch etwas warten, würde sich geben.

      Aber ich war vorbereitet: Ich zitierte ihn nach dieser Aussage an eine Tür und bat ihn das Blech gegen ein Neues auszutauschen. Das tat er dann auch. Ich bat ihn danach die Tür richtig einzustellen. Auch das tat er. Die Tür schloss aber nur mit erheblichem (!) Kraftaufwand. Öffnete man die Tür, gab es einen lauten Knall, sie war stark auf Spannung. Ich fragte ihn woran das denn nun liegen würde - ob das normal sei. Seine Antwort: Ich weiß es nicht. Ich fragte nach korrektem Einbau der Zargen, richtige Gummis etc.: Alles in Ordnung. Er hätte keinen Fehler gemacht.

      Ich sehe an einigen Türen aber sehr wohl, dass die Gärungen kleine Lücken aufweisen und die Teile oben an der Zarge leicht versetzt sind.

      Also bat ich ihn den Hersteller zu bestellen. Das tat er auch.
    • Der Hersteller kam. Dachte ich zumindest. Es war der Großhändler. Zuerst wurde mir mitgeteilt, dass es feucht im Haus sei. Aber ich bin Diplom-Physiker und lass mich nicht veräppeln. Ich frage danach, wieviel % relative Luftfeuchtigkeit denn in seinen Augen gut wären. Die Frage konnte er nicht beantworten. Ich zeigte ihm, dass die aktuelle Luftfeuchtigkeit im Haus 45% beträgt. Daraufhin sagte er, dass das zu feucht sei. 35% seien normal. Ich fiel aus allen Wolken.

      Der Quatsch ging weiter: Das mit dem Anfräsen der Bleche sei alles normal. Vor Gericht hätte ich damit keine Chance. Man bot mir eine Lösung an: Austausch der Bleche gegen neue Bleche, abwarten, zur Schlichtung noch neue hochwertige massive Drücker, damit ich was fürs Auge hätte. Ich bat um Bedenkzeit.
    • Einen Tag später wollte ich es wissen. Ich nahm einen Sechskant und wollte eine, offentlich falsch eingestellte Tür - das sah man als Laie auch, feinjustieren. Tja, aber leider ging das nicht. Das Gegenstück in der Zarge (am Scharnier), ich weiß den Fachausdruck nicht, ist komplett abgenudelt. Der Sechskant greift nicht mehr. Keine Chance diese Tür noch einzustellen.
    Ich muss sagen, dass uns die Geschichte stark belastet. Meine Frau ist hochschwanger und voll mit Hormonen. Hier fliegen die ganze Zeit Türen auf. Man hat nach 4 Monaten (!) einfach keine Lust mehr. Einige Türen haben bereits Lackabplatzungen und Beschmutzungen durch die ganzen Arbeiten. Einige Drücker sitzen nicht mehr richtig fest, da sie ja abmontiert werden musste, um neue Schlösser zu montieren. Es handelt sich diese Drücker mit Plastikbefestigung. Das Produkt ist uns in Summe völlig mardig gemacht worden. Ich bezweifle, dass er die Türen mit neuen Blechen zum Laufen kriegt. Ich möchte einen Komplettausbau und Rückerstattung des bereits gezahlten Geldes (ca. 5000€ von 8500€).

    Ich würde nun gerne die Meinung eines Außenstehenden dazu hören. Ist natürlich schwer, ohne vor Ort gewesen zu sein. Einige Türen schließen auch ordentlich, das darf man nicht verschweigen. Ich habe aber echt keine Lust mehr auf das Produkt.

    Was meint ihr?
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    #2
    Hallo,
    hast Du denn mal eine Wasserwaage an die Zarge und ans Türblatt angelegt?
    Am Türblatt vorne am Drücker um zu sehen ob die Tür rund oder hohl ist?
    An der Zarge so wie die Tür aufschlägt um zu sehen ob auch dort alles gerade ist.
    Grüßle aus Oberschwaben

    Bruno

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      #3
      Moin,

      Also der Großhändler kam selbst mit ner 2m Wasserwaage rein und hat geschaut ob alles Lot eingebaut ist. Er hat weiter nix dazu gesagt.

      Ich bin gerade mal mit meiner 2,50m Wasserwaage durchs Haus gelaufen:
      Die Falzbekleidungen sind teilweise hohl, aber auch rund, je nach Tür. Sprich: Wenn ich die Wasserwaage vorne an die Falzbekleidung lege, so messe ich auf Höhe des Schließbleches bei einigen Türen z.B. schon deutlich, dass die Falzbekleidung nicht ganz gerade ist. Vielleicht auf Höhe des Schließbleches 2-3mm Luft. Mir ist sowieso aufgefallen, dass die Zargen alle press an der Wand anliegen. Der Putz ist ja aber auch nie 100% gerade. Das hatte mich schon gewundert. Andere Falzbekleidungen weisen dann oben kleinere Lücken zur Falzbekleidung hin auf. Einige Türblätter sind auch rund. Gerade nochmal bei einer Tür nachgemessen. Hatte ich den Meister auch drauf hingewiesen. Für ihn, und er ist ja Gutachter fürs IHK, ist das alles im normalen Rahmen.

      Fakt ist nun aber, dass die Türen nicht alle sauber schließen.

      Für mich stellt sich die Lage insgesamt so dar, dass die wohl nicht perfekte Montage mit Qualitätsproblemen kollidiert und sich an einigen Türen dann in nicht optimaler Funktion wiederspiegelt. Mag ich vor Gericht nicht mit durchkommen.

      Die Frage die sich mir vor allem stellt, ist: Ist es normal, dass an einer Innentür an einem Schließblech gefräst werden muss, damit sie ordentlich schließt? Das haben der Meister und der Großhändler mir gesagt.

      Grüße

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        #4
        Guten Tag,
        ich hänge mal ein Bild an...

        Übrigens:
        ich vermute eher "Baufeuchte" und Türblätter die sich verzogen haben, was reversibel ist.
        Angehängte Dateien
        Mit freundlichen Grüßen

        Ralf Spiekers
        Tischler Schreiner Deutschland
        Technik - Normung - Arbeitssicherheit

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          #5
          Ja, von dieser Nase redeten die Beiden auch. Aber dann laufe ich durch andere Häuser im Neubaugebiet und sehe nicht ein (!) nachgefeiltes Schließblech. Auf Nachfrage sagen die Bauherren mir dann, dass die Türen natürlich vom ersten Tag sauber schlossen.

          Da stelle ich mir als Kunde natürlich die Frage, was da das Problem ist.

          Das Problem ist die stümperhafte Ausführung mit den Blechen am Anfang, die mich wirklich erschüttert hat. Man fängt dann als Kunde, der in dem Haus wohnt, nur noch die Mängel zu sehen. Und irgendwann ist das Maß dann voll. Er hat mir, hatte ich gar nicht erwähnt, anfangs auch die falschen Drücker verbaut. Bei der Demontage der falschen Drücker hat er dann den Lack einiger Türblätter sichtbar beschädigt. Mit etwas Lack dann ausgebessert. Sah aus wie.... Naja. Wäre das nicht passiert und wären die Bleche nicht so vergewaltigt worden, würde ich vermutlich nun kein Fass aufmachen.

          Ich bin deprimiert und kurz davor mir einfach neue Türen zu kaufen, die Sache als Verlust zu verbuchen und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Den Stress kann man mit Geld nicht aufwiegen.

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            #6
            ...man sagt ein neues Haus braucht bis zu zwei Jahre um in eine gewisse Gleichgewichtsfeuchte zu kommen und bis die Baufeuchte raus ist. Solange nehmen sich die Türenleute meistens auch das Recht raus abzuwarten und eben dann nach der Zeit noch einmal zu gucken ob das Blatt wieder gerade ist.
            Axel Witzki

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              #7
              Hallo nochmal,

              Haus stand 3/4 Jahr trocken. Feuchtigkeit halte ich für unwahrscheinlich, aber möglich.

              Wie auch immer. Es gab eine Einigung (finanziell). Nun kann Ruhe reinkommen.

              Trotzdem danke für eure Meinungen. Hat mich doch dazu gewegt einzuleben.

              Grüße

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                #8
                einzulenKen meinte ich :-)

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                  #9
                  Bitte gerne mal die RICHTLINIE ZUR VISUELLEN BEURTEILUNG Teil 3- Innentüren anschauen. Bau Feuchte, ( AUA, wenn die Türen direkt nach den Einbau nicht funzten.)
                  Wasser ist teuer, damit wird am Bau gespart ohne Ende. Ein Haus, ja heutiger Bauweise, ist erst ja 2 Jahren trocken?! Fußbodenheizung, Aufheizprotokoll, Trockner. Und wir wissen noch nicht einmal, woraus das Haus gebaut wurde?!
                  Gruß Suchi

                  Kommentar


                    #10
                    Guten Tag,

                    ganz ehrlich, ich verstehe den Schreiner nicht. Und den "Vertreter" schon zwei mal nicht.
                    In jedem anständigen Türenwerk gibt es Türdichtungen mit 2mm plus und 2mm minus zur Korrektur für so etwas.
                    An seiner Stelle hätte ich die Dichtungen auf 2mm minus gewechselt und gut war. Hätte ihnen jede Menge Ärger erspart und dem Kollegen Geld.

                    MfG
                    A. Knoll

                    Von der Wiege bis zur Bahre, Vorschriften und Formulare

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von türenknoll Beitrag anzeigen
                      Guten Tag,

                      ganz ehrlich, ich verstehe den Schreiner nicht. Und den "Vertreter" schon zwei mal nicht.
                      In jedem anständigen Türenwerk gibt es Türdichtungen mit 2mm plus und 2mm minus zur Korrektur für so etwas.
                      An seiner Stelle hätte ich die Dichtungen auf 2mm minus gewechselt und gut war. Hätte ihnen jede Menge Ärger erspart und dem Kollegen Geld.

                      MfG
                      A. Knoll
                      Guten Tag,

                      Ich danke für diesen Beitrag. Wirklich.

                      Der Tischler hat mir auf die 9000€ Rechnung nun 2100€ erlassen. Dafür kaufe ich neue Gummis und das wars :-)

                      Grüße

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                        #12
                        Guten Tag,

                        Da haben Sie ein gutes Geschäft gemacht und der Schreinerkollege, aufgrund der Unwissenheit des "Großhändlers", warscheinlich mächtig drauf gelegt.
                        Wenn Sie Gummidichtungen benötigen wenden Sie sich am Besten direkt an das Herstellerwerk mit der Angabe der Tür- und Zargentypen und dem Lieferdatum.
                        Sagen Sie dem Innendienst im Werk das sie eine Minusdichtung benötigen und wieviel Meter davon. Dann sollte das klappen.

                        Gutes Gelingen wünscht
                        Andreas Knoll
                        Von der Wiege bis zur Bahre, Vorschriften und Formulare

                        Kommentar


                          #13
                          Zitat von türenknoll Beitrag anzeigen
                          Guten Tag,

                          Da haben Sie ein gutes Geschäft gemacht und der Schreinerkollege, aufgrund der Unwissenheit des "Großhändlers", warscheinlich mächtig drauf gelegt.
                          Wenn Sie Gummidichtungen benötigen wenden Sie sich am Besten direkt an das Herstellerwerk mit der Angabe der Tür- und Zargentypen und dem Lieferdatum.
                          Sagen Sie dem Innendienst im Werk das sie eine Minusdichtung benötigen und wieviel Meter davon. Dann sollte das klappen.

                          Gutes Gelingen wünscht
                          Andreas Knoll
                          Vielen Dank für diese wertvolle Information!

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