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Hausschwamm

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    Hausschwamm

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    Hallo allerseits,
    nachdem ich mich ein paar Tage in diesem Forum umgeschaut habe und mir die gelassene Sachlichkeit sehr gut gefällt, möchte auch ich eure kompetente Hilfe in Anspruch nehmen.

    Ich habe allem Anschein nach den echten Hausschwamm im Keller.
    Baujahr 1886 ! Waum wächst dieser, im übrigen wohlriechende Pilz,
    ausgerechnet jetzt?
    Ausgangspunkt des Wachstums war ein altes Holzregal.
    Da es sich um ein Fachwerkhaus handelt würde ich natürlich gerne Maßnahmen treffen bevor der Schwamm in der Schwelle ist.
    Gibt es Ideen?

    #2
    Hallo Lubo

    stellen Sie bitte Bilder der befallenen Stelle und der Umgebung ein.

    Wird im Keller anders als sonst gelüftet?

    Hat es einen Wasserschaden im Raum, den benachbarten Räumen oder sonst eine neue Wasserquelle gegeben?

    Wurde im Umfeld des Hauses ein alter Baum gefällt?

    Zum Hausschwamm:

    1. Meldepflichtig

    2.Das Vorhandensein von Strangmycel, Würfelbruch und ein massives Auftreten von rostbraunen Sporen wären Anzeichen für einen Hausschwamm.

    Davon abgesehen können aber auch andere holzzerstörende Pilze die statische Konstruktion beeinträchtigen. Dazu gehören verschiedenen Braunfäulepilze die ebenfalls einen Würfelbruch verursachen (z.B. der braune Kellerschwamm, der ebenfalls Mauerwerk unter Umständen durchwachsen kann) so wie einige Weißfäulepilze (z.B. Donkioporia expansa - Ausgebreiteter Hausporling), die keines der Merkmale des Hausschwamms aufweisen.

    Eine Bestimmung des Pilzbefalls ist anzuraten.

    Gefährdungen können sein:
    - Beeinträchtigung der statischen Konstruktion
    - Mögliche Allergien durch Mycelbruchstücke und Sporen holzzerstörender Pilze sind nicht auszuschließen
    - Gefährdung durch einen Sekundärbefall mit Schimmelpilzen - auch dieses sollte abgeklärt werden
    Gruß, Thomas
    "feel wood-feel good"

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      #3
      Ich kann alle Fragen mit nein beantworten.
      Mir geht es nur darum ob mit der Beseitigung des Holzregals, der Abflämmung des (sichtbaren Mycels ) und einer Entfeuchtung des Kellerraumes (8l/Tag) dem Einhalt zu gebieten ist. Gibt es chem. Möglichkeiten usw.

      Gruß Lubo

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        #4
        Ich kann auch zurzeit keine Proben entnehmen weil ich diesem Schleimling den Garaus gemacht habe (oberflächlig).
        Gruß Lubo

        Kommentar


          #5
          Das Entfeuchten beseitigt zwar 1.Ursache (kann bei falscher Anwendung aber auch kontraproduktiv sein(Sporenbildung bei "Stress" des Pilzes)
          Sollen die Entfeuchter denn die nächsten 100 Jahre laufen??

          ohne Identifizierung des Pilzes kann man leider zur Sanierung nicht Stellung nehmen.
          Gruß, Thomas
          "feel wood-feel good"

          Kommentar


            #6
            Zitat von Lubo Beitrag anzeigen
            ... Ich habe allem Anschein nach den echten Hausschwamm im Keller. ...
            Wenn dies tatsächlich der Fall sein sollte, gehört die Bekämpfung unbedingt einer darauf spezialisierten Fachfirma überlassen (auch aus haftungsrechtlichen Gründen).
            Zitat von Lubo Beitrag anzeigen
            ... Waum wächst dieser, im übrigen wohlriechende Pilz,
            ausgerechnet jetzt? ...
            Die Sporen des Pilzes sind hoch infektiös und die Fruchtkörper setzen Milliarden davon frei. Über die Luft können sich diese Sporen sehr gut ausbreiten. Es ist durchaus möglich, dass es in der Nachbarschaft weitere Fälle gibt.
            Zitat von Lubo Beitrag anzeigen
            ... Mir geht es nur darum ob mit der Beseitigung des Holzregals, der Abflämmung des (sichtbaren Mycels ) und einer Entfeuchtung des Kellerraumes (8l/Tag) dem Einhalt zu gebieten ist. ...
            Nicht unbedingt.
            Oft ist dieser Pilz auch schon jahrelang am Gedeihen bevor er äußerlich durch Erscheinen des Luftmycels erstmals sichtbar wird. Das Primärmycel hat kann dann schon ganze Wände durchwuchert haben.
            Also: Mit dem echten Hausschwamm keine eigenen Experimente machen sondern bei Verdacht sofort einen Experten aufsuchen!
            Mehr zu lesen gibt es hier.

            Gruß, Robert
            Zuletzt geändert von treboR; 09.07.2009, 00:07. Grund: Ergänzung

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              #7
              Hier noch ein Verweis:
              Dort kann man ein Merkblatt (1-2-05/D) zum Thema 'Echter Hausschwamm' beziehen.

              Gruß, Robert

              Kommentar


                #8
                Echter Hausschwamm

                ...wenn ich mich nicht ganz täusche ist der sogar meldepflichtig (sprich Baubehörde)

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von Hans D. Beitrag anzeigen
                  Echter Hausschwamm

                  ...wenn ich mich nicht ganz täusche ist der sogar meldepflichtig (sprich Baubehörde)
                  Ne, das war mal.

                  Zitat:
                  In 14 von 16 deutschen Bundesländern ist die Meldepflicht für Befall von Hausbock, Echtem Hausschwamm und Termiten entfallen.

                  Heute in Bestimmungen geforderte Nachweise von Fach- und Sachkunde und betrieblicher Ausrüstung lasten Grundeigentümern Pflichten und Haftungen auf, daß so eine Meldepflicht entbehrlich ist.

                  Von allem unberührt sind - nach wie vor - bei auftretendem Befall dieser Holzzerstörer bestimmungsgemäß erforderliche werdende Maßnahmen zur Bekämpfung im gleichen Umfang vorzunehmen.


                  Gruß
                  Andy

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                    #10
                    kp,(ich habs mal so gelernt) auf jeden Fall ist mit dem Zeug nicht zu spassen

                    ...es war/ist u.a. meldepflichtig, weil auch direkte Hausnachbarn in Mitleidenschaft gezogen werden können usw. und das hat dann ja weitreichende Folgen

                    Kommentar


                      #11
                      Ich würde mal Kontakt zum Umwelt-Gesundheitsamt aufnehmen. Die können den Pilz bestimmen und Infos geben...

                      Bei uns in BW wäre das hier z.B. ...
                      http://www.gesundheitsamt-bw.de/serv...l?ROOT=1133583

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                        #12
                        Hallo zusammen,

                        Ich beschreibe mal die Sache etwas genauer.
                        Fundamentstärke 70 cm, Bruchstein gemauert mit Kalkputz versehen.
                        Der Keller besteht nur aus einem Raum.
                        Das offene Fichtenholzregal stand an einer Wand. In einer Ecke des Regals wucherte ein etwa Faustgroßes Gebilde, ähnlich wie Zuckerwatte. Nach dem entfernen des Regals entdeckte ich dann an der Wand vom Boden her etwa 50cm hoch und ebenso breit ein hauchdünnes Gebilde, ähnlich Spinnweben, welches sich beim leisesten Luftzug von der Wand löste.
                        Da ich sofort an einen Pilz dachte habe ich mir zwei Luftentfeuchter von meiner Baustelle geholt und aufgestellt.
                        Das Regal habe ich sofort durch meinen Werkstattofen gejagt, die Wand gesäubert und ausgiebig abgeflämmt.
                        Aus diesem Grund kann ich keine Proben entnehmen.
                        Jetzt besorge ich mir erst mal einen Hygrometer.
                        Nachher kommt mein Architekt, mal sehen was der so meint.

                        Gruß Lubo

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                          #13
                          Hallo zusammen,

                          Ich muß zur Problematik etwas nachtragen.
                          Der Keller war schon immer feucht. Das ging so weit, daß bei was weiß ich für Konstellationen, der Boden durchfeuchtet bis naß war. Ob das an Mondphasen oder Sternenbildern liegt weiß der sprichwörtliche Kuckuck.
                          Aber mal Spaß beiseite: der Keller wurde immer schon als Rüben- Kartoffelkeller genutzt.
                          Aber daß ich selbst diesem Pilz auf die Sprünge geholfen habe ging mir erst heute auf.
                          Ich habe, entgegen jeder Vernunft aber in gutem Glauben, im Frühsommer das Kellerfenster geöffnet. Desweiteren habe ich letzes Jahr eine Tiefkühltruhe ebendort aufgestellt. Ersteres führte zu vermehrtem Schwitz/ Tauwasser, letzteres zu einer leichten Temperaturerhöhung.
                          Damit habe ich wohl diesen Pilz zum Leben erweckt.
                          Meine Frage ist nach wie vor: Wie kann man die Stelle am Fundament behandeln? Natürlich weiß ich daß es einige chemische Präparate gibt. Aber taugen die was, oder treibe ich nur den Teufel mit dem Beelzebub aus?

                          Gruß Lubo
                          Zuletzt geändert von Lubo; 10.07.2009, 20:55.

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                            #14
                            Zitat von Lubo Beitrag anzeigen
                            Wie kann man die Stelle am Fundament behandeln?
                            Gruß Lubo
                            Mit 70% Isopropanolalkohol (Apotheke).

                            Wichtiger wäre allerdings die Ursache der nassen Wände zu finden/beseitigen.

                            Gruß
                            Andy

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                              #15
                              Meiner Meinung nach muss da eine Fachfirma ran, wenn es wirklich ein echter Hausschwamm ist. Dessen Mycel durchdringt so ziemlich alles um an Feuchtigkeit, die er benötigt zu kommen. Kappst du eine Feuchtigkeitsquelle, dann sucht er sich anderswo etwas.
                              Lüften ist schonmal gut, denn Zugluft mag er überhaupt nicht, aber da kommt es dann im besten Fall nur zu einer Stagnierung seines Wachstums, nicht aber zum Abtöten!

                              Ich muss mal morgen in meinen Unterlagen nachschauen, dann kann ich mehr dazu schreiben!

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