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    Treppenknarren

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    "Ich habe mit großem Interesse Ihre Ausführungen zum Thema "Treppenknarren"
    gelesen.
    Bei unserer Holztreppe (eingestemmte, halbgewendelte Buchenholzkonsruktion
    mit Setzstufen, ca. 4 Jahre alt) ist dies leider auch ein Dauerthema.
    Sämtliche Nachbesserungsversuche (Einbringen von Holzkeilchen, zusätzliche
    Schrauben zur Befestigung der Setzstufen) waren bislang erfolglos. Jetzt
    hat mir ein Fachbetrieb angeboten die Treppe komplett zu zerlegen,
    sämtliche Fugen und sonstige Berührungs- und Reibeflächen der Tritt- und
    Setzstufen sowie der Wangen mit Parafin-Wachs auszukleiden und sodann die
    Treppe wieder einzubauen. Dies sei aus seiner Sicht/Erfahrung die einzig
    sinnvolle Maßnahme um das Treppenknarren endgültig zu beseitigen.

    Wie beurteilen Sie diese Methode? "

    Schönen Gruß,

    Carsten Cillis
    Carsten Cillis

    #2
    Vergessen Sie´s.

    Silikonspray oder Teflonspray können Sie ja mal spasseshalber in die Fugen spritzen, ich denke  nicht dass es viel bringt. Wenn das bereits eine deutliche Verbesserung erfolgt, können Sie es so versuchen.

    Die Frage ist, warum es knarrt. Die auf meiner Seite beschriebenen Treppen knarrten, weil sich die Stufen durchbogen und am Stoßtritt rieben, der unterseitig in die Stufen eingelassen war. Das war ein klarer Fertigungsfehler, der bei Ihnen nicht unbedingt vorliegen muß.

    Es gibt zu viele Gründe für´s Knarren, als dass man die hier aus der Ferne klären könnte. Müßte man mal vor Ort hören.
    Klaus Hermann Ries (khr)

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      #3
      Gibt es die Variante, daß zwischen Stufen und Wangen eine Gleitschicht (z.B. Teflonfolie) eingebaut wird, so daß das Knarren dauerhaft verhindert wird. Wenn die Stufen elastisch und gleitend in den Wangen eingebettet sind, so dürften doch keine Knarrgeräusche mehr entstehen.
      Zusätzlich müßte so die ganze Treppe leiser werden, da sich das Gehgeräusch nicht mehr so stark auf den Rest der Treppe überträgt.

      Dies ist nur so eine theoretische Überlegung von mir. Ich habe keine praktische Erfahrung mit unterschiedlichen Treppenkonstruktionen. Ich möchte aber eine Treppe bauen lassen, die leise und knarrfrei ist. Aber wie ich es bereits aus anderen Bereichen kenne, ist manchmal mit wenig Aufwand und Kosten eine erhebliche Verbesserung zu erreichen.

      Gruß
      R. Derdau
      R. Derdau

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        #4
        Vergessen Sie´s.

        Wenn eine Treppe kannrt, dann tut sie dies weil irgendwas an irgendwem reibt. Das kann die Stufe am Stoßtritt sein, aber auch die Stufe an den Auflagerflächen der Wange, oder im Bereich der Wendelung die obere Wange an der unteren oder die Spax, mit der die Stufe verschraubt ist, an der Stufe und der Wange weil sie vielleicht ein bißchen zu unterdimensionert ist ....

        Reibung bedeutet, daß mindestens ein Teil sich bewegt aufgrund von Durchbiegung durch Belastung. Und dies kann man nur vermeiden, indem die Treppe mit ausreichend dimensionierten Bauteilen konstruiert wird und das sie so konstruiert wird, dass eine ggf. anfallende Durchbiegung eben nicht zu Reibgeräuschen führt.

        Bei einer aufgesattelten Treppe schrägt man dann halt die Auflagerflächen der Wangen nach innen ein wenig ab, und die gestemmte wird so verkeilt daß sich nix durchbiegt. Und wenn dann die Nut der Stufenunterseite größer ist als der darin eingelassene Stoßtritt dick, dann knarrt auch da nix.

        Mein Beitrag "Treppenknarren" beschreibt eine Maßnahme, mit der ich 150 Treppenläufe saniert habe, von denen heute, nach einem Jahr, fast keiner mehr Geräusche von sich gibt.

        ´ne Schallisolierung werden sie durch eine dünne Teflonfolie auch nicht erreichen, was soll die denn groß isolieren ? Ein paar Gummiringe zwischen Stufe und Metalltreppenwangen mag ja noch angehen, aber da sorgt die Schraube dann schon wieder für die Schallübertragung.
        Klaus Hermann Ries (khr)

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          #5
          Die meisten heute gefertigten gestemmten Treppen sind offene Treppen ohne Setzstufen, da gibt es kein hochkeilen von Stufen. In dem Fall helfen nur die ausreichend dicken Stufen, mindestens 50 mm. Auch ein Auftragen von Gleitmittel ( z.B. Parafin) in die Stufenaussparungen in den Wangen vermindert ( oder verhindert)  die Geräusche.
          Ich persönlich finde leichte ( ich meine damit auch wirklich nur leichte) Geräusche einer Treppe beim Begehen als nicht störend.

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            #6
            Das Empfinden ist subjektiv.

            Mei "meinen" 150 Treppen waren Bewohner dabei, die bei dem leisesten Knistern nach der Sanierung einen Herzanfall bekamen vor Wut, einige andere hingegen ließen die Treppe nicht sanieren weil sie das Knarren nicht störte. Die haben jetzt Ärger mit dem Nachbarn, weil den deren Knarren sehr wohl stört.

            Sicherlich darf eine Holztreppe Geräusche von sich geben, keine frage. Fragt sich nur, wieviel.
            Klaus Hermann Ries (khr)

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              #7
              Gummilagerung?

              Bei den Treppen, die nach dem System "Bucher" gebaut sind, wird jede Stufe auf der Wandseite in Gummilagern aufgehängt.
              Ich stelle mir die Wirkungsweise sehr positiv vor. Leider kenne ich niemanden, der solch eine Treppe besitzt.
              R. Derdau

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                #8
                Herr Cillis hat eigentlich klare Fragen gestellt, die Kollege Klaus-Hermann Ries absolut korrekt beantwortet hat :smile: !

                Erläuternd dazu:
                Treppen sind so herzustellen und zu montieren, dass dauerhaftes Knarren beim Begehen verhindert wird. Vereinzelt auftretende Knarrgeräusche sind bei größeren Temperatur- und/oder Luftfeuchteschwankungen (Raumklima) nicht auszuschließen.

                Normales Raumklima liegt in der Verantwortung des Kunden
                (40-60% Luftfeuchtigkeit und 16-24° C Raumtemperatur)
                Selbst wenn bei der Herstellung und Montage einer Holztreppe sorgfältig gearbeitet wurde, können bei großen Temperatur- und/oder Feuchteschwankungen im oben angegebenen Bereich vereinzelt Knarrgeräuche auftreten, die zu tolerieren sind!

                Bei dauerhaftem Knarren entspricht das ein oder andere Detail der Herstellung und/oder der Montage nicht den Regeln der Technik!

                Ob und inwieweit die vorgeschlagene Nachbesserung mit Parafinwachs zum dauerhaften Erfolg führt kann durch Ferndiagnose kaum schlüssig beantwortet werden. Der „Fachbetrieb“ wird wohl kaum obigen Anspruch für die Zukunft garantieren. Ohne genaue Ermittlung der Fehlerquelle erscheint mir das als Rumbasteln.

                Der Beitrag von Herrn Derdau ist unsinnig

                Die Vielzahl der am Markt befindlichen Holztreppenkonstruktionen erfüllen ALLE bei sachgerechter Herstellung und Montage den Ansprüchen auch anspruchsvoller Auftraggeber. Bei ahnungsloser, schlampiger Ausführung hat jede Treppenart ihre konstruktiv bedingten Mängel!
                Insbesondere die angesprochene „Bucher Treppe“ (Markenname), besser handlaufhängende Treppe, für deren Herstellung eine Bauaufsichtliche Zulassung erforderlich ist, bringt bei kleinsten Montagefehlern Reklamationen bis hin zum Totalschaden des Systems und unzufriedene/frustrierte Kunden.
                Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen :biggrin:


                (Geändert von Josef Ries um 22:48 Uhr am Juni 12, 2002)
                Gruß vom Saarländer

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                  #9
                  Ich versuche nur Informationen und Empfehlungen zu bekommen.
                  Wenn ich Fragen habe oder Vorstellungen äußere, dann sehe ich so etwas nicht als Unsinn an !!!
                  Ich gebe ja keine Empfehlungen ab.
                  Die Foren, die ich bisher kenne handeln immer nach dem Motto: "Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten!"
                  R. Derdau

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                    #10
                    Auch ich habe ein Problem mit einer eingebauten Holztreppe; es handelt sich hierbei um eine offene gestemmte Treppe ohne Setzstufen mit Handlauf und Freiwangenkrümmling...
                    Die Treppe knarrt von Stufe 2 bis 10 beim Begehen.
                    Die Stufen- und Wangenstärke beträgt 43 mm,
                    nach Ihrem Beitrag zu urteilen, könnte die Ursache eine zu geringe Stufenstärke sein.
                    Laut Regelwerk Holztreppenbau ist eine Mindeststufendicke von 50 mm erforderlich. Muß ich das Knarren so hinnehmen, handelt es sich hierbei vielleicht sogar um einen Mangel?
                    Besten Dank im voraus für eine Info.
                    Lutz

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                      #11
                      Hallo Lutz,
                      so einfach mit ja oder nein ist die Frage nicht zu beantworten. Einer der Faktoren für das Knarren kann die Materialstärke sein, in der Regel sind jedoch noch weitere Dinge verantwortlich. Zudem kann das Raumklima, wechselnde Luftfeuchtigkeit – Temperatur auch mitwirken. Durch Ferndiagnose ist da schlecht zu urteilen. Letztendlich kann nur vor Ort ein Sachverständiger diese Frage klären, denn der untersucht alle Konstruktionsdetails, stellt fest inwieweit die Treppe dem anerkannten Stand der Technik entspricht, oder nicht entspricht und damit wird sich auch die Ursache des Knarrens klären.
                      Gruß vom Saarländer

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                        #12
                        Ich selber habe 2 Holztreppen im Haus und Büro. Aufgesattelte Treppe aus Buchenstufen in der Stärke 43 mm. Alleine das begehen der Treppe verursacht ja schon einen gewissen"Lärm". Das liegt aber in der Natur der Sache im wahrsten Sinn des Wortes. Ist die Treppe richtig konstruiert und fachgerecht montiert(wichtig) so sollte man keine Probleme haben. "Ein Knarren" ist subjektiv.
                        Ich stimme aber zu, wenn man von sehr lautem Knarren spricht, das dann eventuell etwas nicht richtig ist.
                        Unterschiede dürfte es allerdings schon Jahreszeit abhängig geben, da nie eine gleichbleibende Temperatur im Haus (übers Jahr gesehen) herrscht.
                        Ich bin jedoch der Meinung, dass die Treppe des Tischlers immer besser ist, sofern er sein Handwerk versteht, als eine Industrieware.
                        Arch.Büro Schoeller

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                          #13
                          Hallo Herr Schoeller, Temperaturveränderung ist naturgegeben, nur sollte Mann/Frau die Luftfeuchtigkeit beeinflussen (Raumklima) und dauerhaftes Knarren einer fachgerecht konstruierten/montierten Holztreppe wird vermieden.
                          Gruß vom Saarländer

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                            #14
                            Zitat von khr Beitrag anzeigen



                            Mein Beitrag "Treppenknarren" beschreibt eine Maßnahme, mit der ich 150 Treppenläufe saniert habe, von denen heute, nach einem Jahr, fast keiner mehr Geräusche von sich gibt.
                            Hallo Herr Ries,
                            Wo finde ich denn den Beitrag mit der Maßnahme?

                            Bei mir wurde eine offene Treppe aus den 60er Jahren, die an beiden Seiten auf Winkeleisen liegt und verschraubt ist, (auf der einen Seite ist der Winkel im Mauerwerk verankert, auf der anderen Seite am Eisengeländer angeschweißt) durch neue Stufen aus geölter Eiche erneuert. Die Stufen haben 40mm Stärke zu vormals ca. 37mm und liegen mit einem Band auf den Winkeln. Bisher kein Knarren. Letzte Woche wurden die Setzstufen montiert, und das lustige Knarren began. Die Setzstufen wurden mit jeweils 4 Schrauben von hinten an die Trittstufe angeschraubt und haben oben eine in einer Nut geführte Dichtung zur darüberliegende Stufe. Die Setzstufen wollen wir haben weil wir das eiserne Geländer nun verkleiden um es zum Keller hin zu zuhaben.
                            Vielleicht ist die Lösung ja einfacher als ich denke.

                            Mfg
                            M. Enders

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                              #15
                              Ne, bei der Konstruktion klappt meine Methode nicht.
                              Klaus Hermann Ries (khr)

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